Israel

Oberrabbinat stärkt Anerkennung äthiopischer Juden

Schätzungen zufolge leben heute noch rund 8000 Juden in Äthiopien. Foto: Philipp Breu

Das Oberrabbinat in Israel erkennt die »Beta Israel« aus Äthiopien als jüdisch an. Damit folgt es einer Entscheidung des verstorbenen früheren sefardischen Oberrabbiners Ovadia Josef von 1973, wie israelische Medien am Montag berichteten. Demnach stimmte der Oberrabbinatsrat einer entsprechenden Position bereits im November zu.

BESCHLUSS Josef hatte 1973 die Beta-Israel-Gemeinde als jüdisch beurteilt und ihre Einreise nach Israel gutgeheißen. Eine offizielle volle Anerkennung des Oberrabbinats blieb bisher aus.

Die aus Äthiopien nach Israel eingewanderten Mitglieder der Gemeinde wurden zu einer Pro-Forma-Konversion zum Judentum angehalten. Zuletzt hatten mehrere Fälle für Kritik gesorgt, in denen orthodox-jüdische Behörden am Jüdischsein äthiopischstämmiger Juden gezweifelt hatten.

Die jüdischen Äthiopier werden als Nachkommen eines der zehn verlorenen Stämme Israels angesehen. Von 1980 bis 1992 wanderten nach offiziellen Angaben rund 45.000 jüdische Äthiopier nach Israel ein, die meisten von ihnen in von Israel koordinierten Aktionen, etwa der »Operation Moses« (1984/85) und der »Operation Solomon« (1991).

Gegenwärtig warten zudem rund 8000 Falaschmura, zum Christentum konvertierte oder zwangskonvertierte Abkommen der Falascha, in Äthiopien auf die Einwanderungsgenehmigung nach Israel.  kna

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