Reuben Kaye hat im Podcast »Queerfully Made« darüber gesprochen, was er von seinem Rabbiner mitgenommen hat. »Mein Rabbiner sagte: Alles, was du machen musst, um ein guter Jude zu sein, ist, andere so zu behandeln, wie du behandelt werden möchtest.« Das respektiere der australische Künstler komplett. Es bedeute für ihn: »Sei einfach ein guter Mensch.« In die Synagoge gehe er zwar nicht mehr, aber diese Weisheit hat er mitgenommen. Nach mehreren Shows hat der Comedian Anfang der Woche das Finale beim »Fringe Festival« in Edinburgh gefeiert, dem größten Festival für darstellende Künste.
Ben Salomo, bürgerlich Jonathan Kalmanovich, hat neues Video in den sozialen Medien veröffentlicht, in dem er vor dem von rechts, links und aus dem islamistischen Milieu kommenden Hass warnt. Im Interview mit dieser Zeitung erklärt der Rapper und Aktivist, dass sich seine Botschaft nicht nur an die jüdische Gemeinschaft, sondern an die gesamte deutsche Zivilgesellschaft richtet. Bewusst hat er dafür eine drastische Bildsprache gewählt, um seinen Aussagen besonderen Nachdruck zu verleihen.
Dana Vowinckel hat ihren neuen Roman Anton und Alma veröffentlicht. Seit dem 2. September ist das Buch erhältlich und hat schon die ersten Leserinnen und Leser gefunden: Die Autorin Katja Berlin wird Vowinckels neues Buch direkt in der Bahn lesen, weil sie demnächst so viel mit dem Zug unterwegs sein werde, schrieb sie in einer Instagram-Story. Vielleicht gibt es ja dazu eine ihrer bekannten »Torten der Wahrheit«? Anton und Alma erzählt die Geschichte einer großen Liebe.
Stan Getz steht diesmal im Mittelpunkt unserer Kolumne »Imanuels Interpreten«. Der Saxofonist, der am 2. Februar 2027 seinen 100. Geburtstag feiern würde, prägte den Jazz mit seinem unverwechselbar warmen und poetischen Tenorsaxofon und wurde insbesondere auch durch seine Bossa-Jazz-Aufnahmen weltberühmt. Seine Version von »The Girl from Ipanema« mit João und Astrud Gilberto gehört bis heute zu den großen Klassikern. Doch hinter dem musikalischen Genie verbarg sich ein von Drogen- und Alkoholproblemen überschattetes Leben.
Auch mit 80 Jahren denkt Graham Gouldman noch lange nicht ans Aufhören: Der Mitgründer von 10cc und einzige noch aktive Musiker der ursprünglichen Besetzung kommt mit seiner Band Ende September für fünf Konzerte nach Deutschland. In Aachen, Worms, Bonn, Aschaffenburg und Baden-Baden stehen bei der »Another Bloody Greatest Hits Tour« Klassiker wie »I’m Not in Love«, »Dreadlock Holiday«, »Rubber Bullets« und »The Wall Street Shuffle« auf dem Programm. Gouldman hat neben 10cc zahlreiche weitere Pop-Klassiker geschrieben, darunter »No Milk Today« und »Bus Stop«.
Gal Gadot hat für ihren neuen Action-Thriller The Runner alles gegeben - und dabei ihre Füße ziemlich ramponiert. Die 41-jährige israelische Schauspielerin: »Ich habe den Film auf Krücken beendet«, erzählt Gadot, die in dem Streifen eine Londoner Strafverteidigerin spielt, deren Sohn entführt wird. Für die Rolle trainierte sie mit einem olympischen Lauftrainer und musste im Film praktisch ständig rennen. Nach Drehschluss gab es nur eine Priorität: »Ich brauchte eine Pause.« Inzwischen ist die Verletzung vollständig verheilt.
Howard Jacobson sorgt mit seinem neuen Roman »Howl« für literarischen Wirbel: Das Buch erzählt von Ferdie Draxler, einem jüdischen Londoner, der nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober und angesichts des anschließenden Antisemitismus zunehmend den Eindruck gewinnt, seine eigene Heimat nicht mehr wiederzuerkennen. Jacobson verbindet dabei Wut, jüdische Geschichte, schwarzen Humor und sprachliche Brillanz zu einer Art literarischer Angstattacke - und findet trotz aller Düsternis einen Weg zur Hoffnung. Für »Die Finkler-Frage« erhielt Jacobson 2010 den Booker-Preis. »Howl« ist sein mittlerweile 18. Roman.
Lior Raz kehrt als Doron Kavillio in der fünften Staffel der israelischen Erfolgsserie »Fauda« zurück - und diesmal liegt für den Schauspieler besonders viel Realität in seiner Rolle. Die neue Staffel setzt zwei Jahre nach dem Massaker vom 7. Oktober ein, Doron kämpft zunächst mit den psychischen Folgen seiner Einsätze. Raz selbst war am 7. Oktober in den Süden Israels gefahren und hatte bei der Evakuierung von Menschen geholfen. Die Dreharbeiten zur neuen Staffel waren für ihn und seine Kollegen deshalb emotional besonders belastend.
Woody Allen wird im Oktober mit den Dreharbeiten zu seinem nächsten Spielfilm in Spanien beginnen. Über das bislang unbetitelte Projekt ist bisher nur wenig bekannt. Der Film soll bereits im vergangenen Jahr mit einem Budget von rund 14 Millionen Dollar veranschlagt worden sein. Wer zum Ensemble gehören wird und worum es in dem Film geht, wurde bislang nicht bekannt gegeben. Für Allen wäre der neue Film die erste Regiearbeit seit Coup de Chance aus dem Jahr 2023. Das französisch produzierte Werk wurde bei den Filmfestspielen von Venedig vorgestellt.
Marion Brasch widmet sich wieder dem bekannten Gedicht ihres Bruders Thomas und liest am 27. September sogar zweimal an einem Tag aus »Der schöne 27. September«. Eine Vorstellung allein war für Berlin zumindest zu wenig. Deswegen können Interessierte nicht erst um 20 Uhr, sondern schon um 17.30 Uhr zur Lesung gehen. Mit auf der Bühne sind die Schauspieler Jella Haase und Albrecht Schuch, die beide im Film Lieber Thomas mitgewirkt haben.