Für Gal Gadot wurde die Arbeit an ihrem neuen Action-Thriller The Runner zu einer körperlichen Herausforderung. Die 41-jährige Schauspielerin verletzte sich während der Dreharbeiten so schwer, dass sie die Produktion zeitweise auf Krücken fortsetzen musste. Im Gespräch mit »People« berichtet sie, dass sie sich nach monatelangen intensiven Laufszenen eine längere Erholungspause nehmen musste.
In dem Film spielt Gadot die Londoner Strafverteidigerin Maia Marten. Deren Leben gerät völlig aus den Fugen, als sie während eines morgendlichen Laufs erfährt, dass ihr Sohn entführt worden ist. Um ihn zu retten, muss sie den Anweisungen eines mysteriösen Anrufers folgen und quer durch London laufen.
Die körperliche Belastung war entsprechend enorm. Gadot absolvierte für die Rolle ein spezielles Training bei einem olympischen Trainer. Dabei ging es nicht einfach darum, möglichst schnell zu laufen. Sie musste lernen, eine effiziente Lauftechnik zu entwickeln und die Bewegungsabläufe so zu verinnerlichen, dass sie irgendwann automatisch funktionieren.
Füße kaputt
»Ich habe den Film auf Krücken beendet«, erzählt die israelische Schauspielerin. »Irgendwann waren meine Füße kaputt und das war’s dann. Danach musste ich mich erholen und all das.«
Ein Teil der Dreharbeiten, die wegen ihrer Verletzung nicht abgeschlossen werden konnten, wurde später nachgeholt. Gleichzeitig räumt Gadot ein, dass ihr nach Monaten voller Laufszenen das Thema Laufen zunächst gründlich gereicht habe.
»Und natürlich haben wir alles nachgeholt, was wir wegen meiner kaputten Füße nicht beenden konnten, aber ich musste wieder ran. Ich habe das Gefühl, dass wir die Idee des Laufens für mich ausgeschöpft hatten, nachdem ich so viele Monate auf diese Weise gelaufen war.«
Dabei war selbst für die erfahrene Actiondarstellerin die Produktion Neuland. Gadot hat bereits in zahlreichen körperlich anspruchsvollen Filmen mitgewirkt, doch eine Rolle wie diese hatte sie zuvor noch nicht übernommen.
Schönes Accessoire
»Es ist eines dieser Dinge, auf die man sich immer und immer wieder vorbereitet, aber man weiß nie, wie wir das tatsächlich machen werden«, sagt sie. »Keiner von uns beiden hatte jemals etwas Derartiges gedreht. So viele Actionfilme ich in meiner Karriere auch gemacht habe, ich hatte noch nie einen, bei dem ich jeden Tag den ganzen Tag gelaufen bin.«
Deshalb habe die Produktion viel Ausprobieren und Anpassungen erfordert. Letztlich sei das Konzept aufgegangen, und Gadot zeigt sich nun erleichtert und begeistert, den fertigen Film dem Publikum präsentieren zu können.
Auch die Genesung nahm Zeit in Anspruch. Nach Abschluss der Dreharbeiten habe sie zunächst eine Pause gebraucht. »Am letzten Tag war ich bereit, fertig zu werden. Ich meine, Krücken sind ein schönes Accessoire, aber nicht für mich«, scherzt die Schauspielerin.
Körperlich anspruchsvoll
Inzwischen ist die Verletzung nach ihren Angaben vollständig ausgeheilt. Gadot fühle sich wieder normal und sei sogar bereit, sich erneut körperlich anspruchsvollen Aufgaben zu stellen. The Runner wurde von Kevin Macdonald inszeniert. Neben Gadot sind unter anderem Damian Lewis, Rory Wilmot, Alfred Enoch und Phoenix Di Sebastiani zu sehen.
Der Action-Thriller startet diesen Mittwoch, 2. September, weltweit beim Streamingdienst Prime Video. im