Debatte

Börsenverein des Deutschen Buchhandels hält an Israel-Hasserin El Hissy fest

Sebastian Guggolz, Vorsteher des Börsenvereins des deutschen Buchhandels Foto: picture alliance/dpa

Der Deutsche Buchpreis weist die Forderung des hessischen Antisemitismusbeauftragten Uwe Becker (CDU) nach Abberufung der Jurorin Maha El Hissy zurück. »Sie erfüllt die Anforderungen an diese Rolle in vollem Umfang«, sagte der Vorsteher des Bösenvereins des Deutschen Buchhandels, Sebastian Guggolz, am Montag in Frankfurt am Main. El Hissy sei aufgrund ihrer fachlichen Expertise in der Literaturwissenschaft und ihrer Erfahrung als Mitglied mehrerer Preisjurys ausgewählt worden.

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Am Samstag hatte Becker in Wiesbaden die Berufung der Berliner Publizistin El Hissy für die Jury des Deutschen Buchpreises kritisiert. El Hissy verbreite »israelfeindliche Stereotype vom Siedlerkolonialismus über Apartheid und ethnische Säuberung bis zum angeblichen Völkermord«, erklärte Becker.

Eventuell habe man deren Haltung zu Israel übersehen. Halte man aber an ihr fest, sei ihre Berufung »ein falsches Signal in schwieriger Zeit«. Hintergrund ist eine Essayserie aus der Feder El Hissys von Mitte Juli.

Anfang April hatte der Börsenverein die Berufung der diesjährigen Jury bekannt gegeben. Anfang Oktober soll die Jury den Roman des Jahres küren. epd

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