Nahost

Vier Soldaten sterben im Süd-Libanon

Israelische Soldaten in der Nähe der Grenze zum Libanon Foto: Copyright (c) Flash 90 2026

Bei einem Gefecht im Süden des Libanon sind vier israelische Soldaten ums Leben gekommen. Nach Angaben der Armee gerieten Einheiten der Nahal-Brigade am Abend in einen Nahkampf mit Hisbollah-Kämpfern. »Die Soldaten identifizierten Terrorzellen und eröffneten das Feuer«, teilte das Militär mit.

Drei der Gefallenen wurden bereits identifiziert: Laut »Times of Israel« und anderen Medien vor Ort handelt es sich um Hauptmann Noam Madmoni (22), Stabsfeldwebel Ben Cohen (21) und Stabsfeldwebel Maxsim Entis (21). Der Name eines vierten Soldaten steht noch aus. Zudem wurden mehrere weitere Soldaten verletzt, einer davon schwer.

Während der Evakuierung der Verwundeten feuerten Hisbollah-Kämpfer eine Panzerabwehrrakete auf die Truppen. Diese habe jedoch keine weiteren Opfer verursacht. Israel reagierte mit Artillerie und Luftangriffen.

Raketenalarm in Zentralisrael

Zugleich bleibt die Bedrohung aus dem Iran bestehen. Am Morgen wurde ein weiterer ballistischer Raketenangriff auf Zentralisrael registriert. Die Bevölkerung musste Schutzräume aufsuchen. Am Morgen wurden bei einem Angriff auf den Großraum Tel Aviv mindestens sechs Menschen verletzt.

Zuvor hatte es bereits in den frühen Morgenstunden Alarm gegeben. Nach Angaben der Rettungsdienste gab es dabei keine Verletzten. Die Geschosse wurden entweder abgefangen oder schlugen in unbewohntem Gebiet ein.

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Die anhaltenden Angriffe hinterlassen dennoch Spuren. Allein in den vergangenen 24 Stunden wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums 121 Menschen in Krankenhäuser eingeliefert. »Seit Beginn des Krieges wurden insgesamt 6131 Personen behandelt«, hieß es. Die meisten Verletzungen seien leichter Natur, darunter auch Fälle von Angstzuständen oder Verletzungen auf dem Weg in Schutzräume.

US-Angriffe auf iranische Ziele

Unterdessen intensivieren die USA ihre militärischen Operationen. In der Nacht sollen amerikanische Streitkräfte Munitionslager in der Nähe von Isfahan angegriffen haben. Berichten zufolge kamen dabei bunkerbrechende Bomben zum Einsatz.

Aufnahmen zeigen massive Explosionen nach den Einschlägen. Auch die israelische Luftwaffe setzte ihre Angriffe auf Ziele in Teheran fort. Dabei seien Einrichtungen des Regimes getroffen worden, hieß es aus Militärkreisen.

Im Süden des Libanon gelang es israelischen Truppen nach eigenen Angaben, einen Hisbollah-Kämpfer festzunehmen. Er soll israelische Einheiten ausgespäht haben und wurde zur Befragung nach Israel gebracht. Gleichzeitig berichten die Streitkräfte von weiteren Gefechten, bei denen mehrere Angreifer getötet worden seien. Waffen und Ausrüstung seien sichergestellt worden.

Auch außerhalb Israels zeigt sich die Eskalation: In Dubai wurden durch herabfallende Trümmerteile nach einer Luftabwehraktion mehrere Menschen verletzt. Zudem wurde ein Öltanker im Hafen beschädigt, was Befürchtungen über mögliche Umweltschäden auslöste. im

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