Washington D.C.

Bericht: Trump prüft Militäreinsatz zur Uran-Bergung im Iran

Foto: picture alliance / Zoonar

US-Präsident Donald Trump erwägt einem Medienbericht zufolge im Iran einen Militäreinsatz zur Bergung von rund 400 Kilogramm hochangereichertem Uran. Trump prüfe zurzeit, wie gefährlich dies für die dafür nötigen Bodentruppen wäre, zitierte das »Wall Street Journal« US-Beamte. Eine Entscheidung habe der Präsident noch nicht getroffen. 

Trump stehe der Idee aber grundsätzlich offen gegenüber, da ein solcher Militäreinsatz dazu beitragen könnte, sein zentrales Ziel zu erreichen – nämlich den Iran daran zu hindern, jemals eine Atomwaffe herzustellen. Ein solcher Militäreinsatz wäre eine komplexe und riskante Mission, die die US-Streitkräfte wahrscheinlich mehrere Tage oder länger in dem Land durchführen müssten.

Bevor Israel und die USA bereits im Juni vergangenen Jahres Luftangriffe auf den Iran geflogen und dabei auch drei Atomanlagen bombardiert hatten, verfügte das Land nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) über mehr als 400 Kilogramm Uran mit einem Reinheitsgrad von 60 Prozent. Für den Bau von Atomwaffen sind mehr als 90 Prozent nötig. 

Uran in unterirdischen Tunneln vermutet 

Nach Einschätzung von IAEA-Chef Rafael Grossi dürfte sich das hochangereicherte Uran hauptsächlich in unterirdischen Tunneln und Lagerstätten in den Atomanlagen Isfahan und Natans befinden, die beide von den USA und Israel im vergangenen Juni bombardiert worden waren.

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Trump habe seine Berater dazu ermutigt, den Iran dazu zu drängen, der Übergabe des Materials als Bedingung für ein Kriegsende zuzustimmen, zitierte das »Wall Street Journal« eine nicht genannte Quelle. Trump habe in Gesprächen mit Verbündeten deutlich gemacht, dass die Iraner das Uran nicht behalten könnten. Er habe auch darüber gesprochen, es mit Gewalt zu beschlagnahmen, sollte der Iran nicht am Verhandlungstisch dazu einwilligen.

Am Sonntagabend (Ortszeit) habe Trump Reportern gesagt, der Iran müsse den Forderungen der USA nachkommen, sonst »werden sie kein Land mehr haben«, berichtete das »Wall Street Journal« weiter. In Bezug auf das iranische Uran habe er erklärt: »Sie werden uns den nuklearen Staub geben.« 

Seit Tagen gibt es Berichte über eine mögliche Bodenoffensive des US-Militärs im Iran. Pakistan bemüht sich zwar um Vermittlung, bisher haben Washington und Teheran aber noch keine direkten Verhandlungen zur Beendigung des Kriegs aufgenommen. dpa

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