Meeressäuger

Pottwale vor der Küste Ashdods gesichtet

Pottwale im Atlantik Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Forscher der Universität Haifa haben erstmals seit 2022 wieder zwei Pottwale im Mittelmeer vor der Küste Ashdods dokumentiert. Der Fund gelang dem Team der Morris Kahn Marine Research Station kurz bevor es die Forschungsfahrt abbrechen musste. Wegen iranischer Raketenangriffe kehrten die Wissenschaftler bereits nach einem Tag an Land zurück, obwohl sechs Tage Meeresuntersuchungen geplant gewesen waren.

Entdeckt wurden die Tiere akustisch: »Kurz bevor wir das Hydrophon aus dem Wasser zogen — rund 35 km westlich von Ashdod, in 700 Metern Tiefe —, hörten wir plötzlich vertraute Klicklaute«, erklärte Aviad Scheinin, Leiter der Abteilung für Raubtiere an der Morris Kahn Marine Research Station, laut »The Jerusalem Post«, die über die Entdeckung berichtete. Es war erst das fünfte Mal, dass die Art mithilfe eines Hydrophons nachgewiesen werden konnte.

Projektleiterin Yali Mevorach zeigte sich begeistert: »Wir erhielten einen aufregenden Einblick in ihre Anwesenheit hier – gesund, wunderschön und aktiv auf Jagd. Es ist der Beweis, dass es israelische Pottwale gibt, die es zu erforschen und zu schützen gilt.«

Lesen Sie auch

Pottwale zählen zu den seltensten Arten im Mittelmeer. Schätzungen zufolge leben dort nur einige hundert Exemplare. Sie gelten als gefährdet. Israelischen Forschern gelingt eine Sichtung laut Bericht nur wenige Male pro Jahr, obwohl die Tiere einen Großteil des Jahres in den Tiefseegewässern vor der israelischen Küste verbringen.

Erst im Februar war ein Pottwal tot an einem Strand bei Zikim angespült worden — ein Ereignis, das die Verletzlichkeit der Population einmal mehr verdeutlichte. »Das israelische Mittelmeer leidet unter vielen menschlichen Einflüssen, begrenzter Nahrungsverfügbarkeit und einem schwierigen Klima, was das Überleben solcher Arten in unserer Region erschwert«, sagte Mevorach der israelischen Publikation. im

Gadi Eisenkot spricht in der Wahlnacht vor Anhängern

Regierungsbildung in Israel

Eisenkot nennt vier Bedingungen für mögliche Koalitionspartner

Der Yashar-Chef will die neue Knesset-Mehrheit rasch nutzen und lädt jeden Abgeordneten zur Zusammenarbeit ein, der seine Grundsätze akzeptiert

 01.11.2026

Jair Golan, Vorsitzender der Demokraten in Israel, im Porträt

Nahost

Opposition warnt vor neuem Krieg mit Iran unter Netanjahu

Angesichts wachsender Spannungen mit dem Iran stellt ein führender Oppositionspolitiker die politische Legitimation Netanjahus für eine neue militärische Auseinandersetzung infrage

 01.11.2026

Isaac Herzog spricht beim Weltwirtschaftsforum in Davos

Regierungsbildung

Israels Präsident kündigt Gespräche zur Regierungsbildung an

Keines der politischen Lager in Israel erreicht die erforderliche Mehrheit von 61 Sitzen. Nun liegt die Initiative bei Präsident Herzog. Wer erhält den ersten Auftrag zur Regierungsbildung?

 01.11.2026

Jerusalem

Wahlsieger ohne Mehrheit

Das endgültige Wahlergebnis liegt vor. Benjamin Netanjahus Likud hat mehr Sitze als alle anderen Parteien. Nützt ihm das etwas?

 30.10.2026

Jerusalem

Eisenkot will Wehrpflichtgesetz und Untersuchung zum 7. Oktober vorantreiben

Der Vorsitzende der zentristischen Partei Yashar erklärt, er arbeite bereits an entsprechenden Gesetzesvorlagen. Ob er wirklich eine Regierung bilden kann, bleibt aber unklar

 30.10.2026

Umfrage

Mehrheit der Oppositionswähler befürwortet Regierungskoalition mit arabischer Partei

Befragt wurden Anhänger von Yashar, B’Yachad, der Demokraten sowie Yisrael Beitenu. Was denken diese Wähler?

 30.10.2026

Natur

Gefährliche Ameise

Die invasive Afrikanische Großkopfameise breitet sich schnell aus und kann Ökosysteme sowie die Landwirtschaft schädigen – jetzt wurde sie in Haifa gefunden

von Sabine Brandes  29.10.2026

Jerusalem

Wahl in Israel: Behörden sehen keine Beweise für Betrug

Den Vorwurf der ausländischen Einflussnahme auf die Knesset-Wahl nimmt die Wahlkommission aber ernst

 29.10.2026

Jerusalem

Lieberman: »Nicht mit Bibi und nicht mit Tibi«

Der Chef von Israel Beiteinu schließt eine Zusammenarbeit mit Netanjahu und den arabischen Parteien aus – und fordert eine rein zionistische Koalition

von Sabine Brandes  29.10.2026