Tel Aviv

Deutschlands neuer Botschafter in Israel stellt sich auf Instagram vor

Botschafter Alexander Graf Lambsdorff Foto: picture alliance/dpa/TASS

Deutschlands neuer Botschafter in Israel, Alexander Graf Lambsdorff, hat sich nach Dienstantritt in einem Video auf Instagram vorgestellt. »Ich bin Alexander Graf Lambsdorff. Ich bin Deutschlands Botschafter in Israel. Ich bin erst gestern hier angekommen und freue mich darauf, hier in Tel Aviv zu arbeiten«, sagte er in einer Frage-und-Antworten-Story auf Englisch.

Auf die Frage, was sein erster Gedanke gewesen sei, als ihm mitgeteilt wurde, neuer Botschafter in Israel zu werden, sagte der 59-Jährige: »Der erste Gedanke war eigentlich gar kein richtiger Gedanke. Es war eher ein ›Oh oh‹, denn ich komme gerade aus Moskau, und dort ist es schon schwierig genug. Der Nahe Osten ist herausfordernd, Israel ist herausfordernd. Mein wirklicher erster Gedanke war also: Wie soll ich das meiner Frau sagen?«

Seinen ersten Eindruck von Israel beschrieb der neue Botschafter so: »Warm, freundlich, herausfordernd.« Er sei schon einige Male in Israel gewesen, aber immer nur sehr kurz. Deshalb sei es jetzt das erste Mal, dass er wirklich hier sei, und er habe noch viel zu lernen. Er freue sich besonders darauf, in den kommenden Jahren viele nette und interessante Menschen kennenzulernen, die bilateralen Beziehungen weiterzuentwickeln und »hoffentlich einen Beitrag zu einer positiven Entwicklung hier in der Region zu leisten«.

Lambsdorff will Zusammenarbeit mit Israel weiter ausbauen

Auf die Frage, was die Botschaft seines Videos sei, antwortete Lambsdorff: »Meine Botschaft lautet: Deutschland und Israel haben eine wunderbare und außergewöhnliche Beziehung. Sie gründet auf einer sehr schmerzhaften Geschichte, befindet sich heute aber in einer Phase, in der wir auf einem völlig beispiellosen Niveau zusammenarbeiten. Meine Aufgabe besteht wirklich darin, diese Zusammenarbeit weiter auszubauen.«

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Der neue Botschafter verriet in der Instagram-Story auch persönliche Dinge. So ist er Fan und Mitglied des Fußballvereins 1. FC Köln. Seinen Kaffee trinkt er mit Milch und ohne Zucker. Nach Israel brachte er drei Kopfbedeckungen mit - eine Kippa, die traditionelle, kleine und kreisrunde Kopfbedeckung von Juden, eine Schirmmütze sowie einen eleganten Hut.

Lambsdorff war zuvor drei Jahre lang deutscher Botschafter in Moskau. Auf die Frage, was er am meisten vermissen werde, antwortete er: »Wahrscheinlich ist es noch zu früh, das zu sagen. Aber eine Sache, die ich an Russland mag, sind diese klaren, kalten Wintertage mit blauem Himmel, überall Schnee und minus 20 Grad. Mir wurde gesagt, dass das in Israel nicht besonders häufig vorkommt.«

Nach vier Jahren im Amt hatte sich der bisherige deutsche Botschafter in Israel, Steffen Seibert, Ende Juni verabschiedet. Der 66-Jährige geht nach Angaben eines Sprechers in den Ruhestand. dpa

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