Jerusalem

Israels Nationalbibliothek errichtet Abteilung für Terrorgedenken

Israelische Nationalbibliothe in Jerusalem Foto: picture alliance / dts-Agentur

Die Israelische Nationalbibliothek richtet eine eigene Gedenkbibliothek zum Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 ein. Zum dritten Jahrestag eröffnet unter dem Titel »7.10. - Bound in Memory« eine Sonderausstellung mit Publikationen über den Angriff, bei dem 1.200 Menschen ermordet und 250 verschleppt wurden. Zugleich rief die Nationalbibliothek am Donnerstag Hinterbliebene und Privatpersonen auf, Bücher und andere Materialien zu dem Ereignis, die noch nicht in den Beständen enthalten seien, bei der staatlichen Einrichtung zu hinterlegen.

Die Sammlung solle persönliche Verluste und die kollektive Erinnerung vollständig dokumentieren, hieß es. Weiter bitte man auch um Publikationen, die allgemein »zum Gedenken an die im Kampf Gefallenen und die Opfer des Terrorismus im Laufe der gesamten Geschichte des Staates Israel« erstellt worden seien. Neben der physischen Bibliothek solle es auch ein Online-Archiv geben.

Tiefe des Verlusts dokumentieren

Die Vielzahl an Gedenkbüchern, Broschüren, Faltblättern, E-Books und anderen Medien zum 7. Oktober spiegele »das Ausmaß und die Tiefe des Verlusts wider, den die israelische Gesellschaft erlitten hat«, so die Pressemitteilung. Im Rahmen der Initiative »Bearing Witness« sammelt und katalogisiert die Nationalbibliothek Zeugenberichte, persönliche Archive und andere Dokumente zu dem größten Massaker an Juden seit dem Holocaust, das nachfolgend den Gazakrieg auslöste.

Zur Eröffnung ihres Neubaus im Jerusalemer Regierungsviertel im Februar 2024 hatte die Nationalbibliothek bereits eine Ausstellung über die in den Gazastreifen verschleppten Geiseln gezeigt.

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