An Israels Mittelmeerküste hat die Quallen-Saison in diesem Jahr deutlich früher begonnen als üblich. Zwischen den nördlichen Stränden bei Nahariya und den südlichen Abschnitten in Richtung Aschkelon wurden bereits zahlreiche Tiere gesichtet – darunter auch Arten, die im Sommer regelmäßig für Probleme an den Badestränden sorgen.
Nach Angaben von Beobachtern der Israel Nature and Parks Authority wurden bei einem Tauchgang am Palmachim Beach National Park Dutzende Quallen im Wasser dokumentiert, teils sogar in unmittelbarer Nähe zur Küste. Auch über das Online-Portal »Meduzot Ba’Am«, das die aktuelle Verteilung von Quallen an Israels Stränden kartiert, wurden Sichtungen entlang der gesamten Küstenlinie gemeldet.
In mehreren Fällen kam es bereits zu ersten Kontaktverletzungen bei Badegästen, die mit den Nesseltieren in Berührung gerieten. Die israelischen Behörden sprechen laut »Ynet« davon, dass sich die Tiere inzwischen von der Nord- bis zur Südküste ausgebreitet haben.
Unter den gesichteten Arten befindet sich auch die sogenannte Nomadenqualle, die als die am häufigsten stechende Art während der Sommermonate gilt. Daneben wurden weitere Spezies beobachtet, darunter auch die Blaue Blubberqualle, die im östlichen Mittelmeer vorkommt.
Fachleute der israelischen Naturschutzbehörde weisen darauf hin, dass die jährlichen Quallenansammlungen in der Regel erst im Juni einsetzen, in manchen Jahren aber bereits im Mai beginnen können. Als ein wesentlicher Faktor gelten steigende Wassertemperaturen im Frühjahr und Frühsommer, die die Wanderbewegungen der Tiere beeinflussen. Hinzu kommen Meeresströmungen, Windverhältnisse und weitere Umweltbedingungen.
Die Meeresökologin Ruti Yahel von der Israel Nature and Parks Authority wird von »Ynet« zitiert. Ihr zufolge sind in israelischen Gewässern rund zehn größere Arten bekannt, darunter auch Tiere aus invasiven Kategorien, die ursprünglich aus dem Roten Meer über den Suezkanal ins Mittelmeer gelangt seien. Am häufigsten treffe man auf die Nomadenqualle (Rhopilema nomadica), die für die meisten schmerzhaften Stiche an den Stränden verantwortlich sei. im