Universitäten
Laut einem aktuellen Ranking der US-Risikokapitalfirma Andreessen Horowitz gehören zwei israelische Universitäten zu den weltweit erfolgreichsten Talentschmieden für Start-up-Gründer. Sowohl die Universität Tel Aviv (TAU) als auch das Technion in Haifa schafften es in die Top Ten. Grundlage der Bewertung sind Daten des Forschungsunternehmens PitchBook von 2014 bis Anfang 2026. Die TAU kam auf Platz 7; 865 ihrer Absolventen gründeten in den vergangenen zehn Jahren Start-ups und sammelten dabei rund 30 Milliarden Dollar ein. Das Technion folgt auf Rang 10 mit 783 Gründern und einem Finanzierungsvolumen von rund 23 Milliarden Dollar. Israel sei das einzige Land außerhalb der USA, das mit gleich zwei Hochschulen in den Top Ten vertreten ist, so die Studie.
Sanktionen
Die Europäische Union hat politische Sanktionen gegen »extremistische und gewalttätige« israelische Siedlerorganisationen und deren Anführer sowie gegen führende Hamas-Mitglieder beschlossen. Die Entscheidung fiel bei einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel, muss jedoch noch rechtlich verankert werden. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sprach von einem notwendigen Schritt zur Bekämpfung von Extremismus und Gewalt. Auch Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot begrüßte die Maßnahmen mit Blick auf die Gewalt extremistischer Siedler im Westjordanland und die Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023. Sanktionen waren zuvor unter anderem durch Ungarns Ex-Premier Viktor Orbán blockiert worden. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verurteilte die Entscheidung scharf. Er sieht darin eine »moralische Bankrotterklärung« der EU und kritisiert insbesondere die aus seiner Sicht falsche Gleichsetzung israelischer Bürger mit Hamas-Terroristen.
Spende
WhatsApp-Mitgründer Jan Koum hat dem Jerusalemer Shaare Zedek Medical Center 200 Millionen Dollar gespendet. Die Klinik heißt künftig »Koum Shaare Zedek Medical Center«. Die Verbindung zwischen Koums Familienstiftung und dem Krankenhaus besteht seit rund zehn Jahren. Damals erhielt es eine Spende von 15 Millionen Dollar, mit der eine Kinderklinik gebaut wurde. Koum gilt seit dem Verkauf von Whats-App an Facebook als einer der wichtigsten Förderer jüdischer Projekte weltweit.
Verbrechen
Nach Abschluss der Ermittlungen hat die Polizei bekanntgegeben, dass im Fall des getöteten 21-jährigen Yemanu Binyamin Zelka gegen den Hauptangeklagten wegen fahrlässiger Tötung ermittelt wird. Auch weitere minderjährige Beteiligte müssen sich deswegen sowie wegen schwerer Körperverletzung vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wird die Anklageschrift voraussichtlich Anfang kommender Woche einreichen. Zelka, Mitarbeiter einer Pizza-Hut-Filiale in Petach Tikwa, war am Vorabend des israelischen Unabhängigkeitstags getötet worden. Auslöser war ein Streit. Zelka hatte Jugendliche aufgefordert, im Restaurant keinen Partyschaum zu versprühen. Laut Polizei attackierte die Gruppe ihn nach Ende der Spätschicht, einer der Jugendlichen stach mit einem Messer zu. Zelka erlag einen Tag später seinen Verletzungen. Alle 19 beteiligten Minderjährigen wurden nach zweiwöchiger Fahndung festgenommen.