Bildung

Israelische Hochschulen unter den weltweit besten Gründer-Schmieden

Der Campus der Tel Aviv University Foto: Copyright (c) Flash 90 2025

Zwei israelische Universitäten gehören laut einer aktuellen Analyse zu den weltweit erfolgreichsten Talentschmieden für Start-up-Gründer. Sowohl die Tel Aviv University als auch das Technion (Israel Institute of Technology) schaffen es in die Top Ten eines Rankings der US-Risikokapitalfirma Andreessen Horowitz. »Ynet« berichtete.

Grundlage der Auswertung sind Daten des Forschungsunternehmens PitchBook, die den Zeitraum von 2014 bis Anfang 2026 abdecken. Demnach belegt die Universität in Tel Aviv Platz sieben: Rund 865 Absolventen gründeten in den vergangenen zehn Jahren Start-ups und sammelten dabei etwa 30 Milliarden Dollar ein. Das Technion folgt auf Rang zehn mit etwa 783 Gründern und einem Finanzierungsvolumen von rund 23 Milliarden Dollar.

Bemerkenswert ist laut Studie, dass Israel das einzige Land außerhalb der USA ist, das gleich zwei Hochschulen in den Top Ten stellt. Zudem schneiden israelische Einrichtungen bei der sogenannten »Gründer-Effizienz« besonders gut ab – also bei der Zahl der Unternehmer im Verhältnis zur Studierendenzahl.

Lesen Sie auch

Im internationalen Vergleich führen Universitäten in den USA weiterhin die Liste an. Die University of California, Berkeley liegt bei der Zahl der Gründer vorne, während die University of Pennsylvania bei den eingesammelten Investitionen dominiert. Auch andere bekannte Institutionen prägen die Szene, vor allem im Bereich Künstliche Intelligenz.

Hier nennt die Studie insbesondere die Stanford University als eine Art »Fabrik« für KI-Gründer sowie das Massachusetts Institute of Technology (MIT) als führend bei technologisch anspruchsvollen Anwendungen. Außerhalb der USA gilt die University of Toronto als wichtigstes Zentrum für KI. Die beiden israelischen Hochschulen fallen vor allem durch ihre Absolventen in Bereichen wie Cybersicherheit und Computer Vision auf.

Die Studie sieht derzeit besonders günstige Bedingungen für junge Unternehmer. Für Investoren ergeben sich daraus neue Chancen – auch mit Blick auf den israelischen Markt. im

Berlin

»Ich bin stolz! Sehr stolz«

Dieter Nuhr ist mit dem Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden geehrt worden. Wir dokumentieren hier exklusiv seine Rede im Wortlaut

von Dieter Nuhr  12.06.2026 Aktualisiert

Gesellschaft

Erste Frau in IDF-Eliteeinheit Sayeret Matkal

Seit 2024 dürfen auch Frauen in die geheimnisvolle Einheit aufgenommen werden. Nun hat erstmals eine Israelin die harte Aufnahmeprüfung bestanden

von Sabine Brandes  12.06.2026

Knesset

Armeedienst und Torastudium sollen gleichgestellt werden

Trotz des Widerstands der Opposition und einiger Koalitionsmitglieder geht der kontroverse Gesetzesvorschlag durch die erste Lesung

von Sabine Brandes  12.06.2026 Aktualisiert

Tel Aviv

Pride Parade findet trotz Sicherheitsbedenken statt

Erstmals seit den Zeiten vor den Hamas-Massakern vom 7. Oktober 2023 kehrt das Großereignis zurück

 12.06.2026

Wehrpflicht

Massenproteste: Charedim legen Verkehr in Zentralisrael lahm

Die Demonstration richteten sich gegen die Festnahme von 19 Wehrdienstverweigerern nach Ausschreitungen vor dem Haus des stellvertretenden Präsidenten des Obersten Gerichts

 12.06.2026

Studie

KI-Modelle reproduzieren antisemitische Vorurteile

Zwei israelische Forscher sagen, ihre Analyse zeige, wie »ein uraltes Vorurteil durch komplexe Muster von Eigenschaftszuschreibungen und kultureller Codierung in modernen technologischen Systemen fortbesteht«

 12.06.2026

Krieg gegen den Terror

Israel bereitet offenbar Vorstoß auf Hisbollah-Hochburg Nabatieh vor

»Die Hisbollah zieht sich zurück, hält aber an der Linie von Nabatieh fest«, sagt ein ranghoher IDF-Offizier

 12.06.2026

Iran

Krieg auf Eis gelegt

Die direkte Konfrontation zwischen Israel und dem Mullah-Regime ist gestoppt. Doch die Spannungen in der Region bleiben unverändert hoch

von Sabine Brandes  11.06.2026

Jerusalem

Bericht: Regierung will Hunderte Millionen für 61 Siedlungen bereitstellen

Nach Informationen des Journalisten Barak Ravid will das Kabinett noch heute über einen Plan abstimmen, der die praktische Umsetzung der Projekte im Westjordanland ermöglichen würde

 11.06.2026