Krieg gegen den Terror

Israel bereitet offenbar Vorstoß auf Hisbollah-Hochburg Nabatieh vor

Nach einer möglichen Infiltration durch Hisbollah-Terroristen bewachen IDF-Soldaten eine Landstraße in Nord-Israel. Foto: copyright (c) Flash90 2026

Die israelische Armee steht nach Angaben eines ranghohen Militärvertreters vor einer möglichen Ausweitung ihrer Bodenoffensive im Südlibanon. Im Fokus steht laut einem Bericht der »Times of Israel« die Stadt Nabatieh, eine der wichtigsten Hochburgen der Hisbollah. Während die politischen und militärischen Entscheidungsträger über das weitere Vorgehen beraten, hat die Armee bereits Truppen und Panzerverbände in Stellung gebracht.

Nach Angaben des Offiziers rückte die 36. Division in den vergangenen Tagen tiefer in den Südlibanon vor und operiert inzwischen in der Nähe des Dorfes Arnoun, nur wenige Kilometer von Nabatieh entfernt. Zuvor seien entlang des Litani-Flusses verdeckte Vorbereitungen getroffen worden. Dazu habe der Bau einer Brücke in einem von der Hisbollah nicht überwachten Tal gehört, über die anschließend gepanzerte Fahrzeuge unbemerkt nach Norden verlegt worden seien.

»Die Hisbollah zieht sich zurück, hält aber an der Linie von Nabatieh fest«, sagte der Militärvertreter. Ziel einer möglichen Offensive sei es, die Kampfkraft der Terrororganisation weiter zu schwächen. Die Hisbollah greift Israel seit dem 8. Oktober 2023 konstant mit Raketen und Drohnen an.

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Die Streitkräfte (IDF) meldeten unterdessen Erfolge bei Einsätzen im Gebiet des Wadi Saluki, rund zehn Kilometer von der israelischen Grenze entfernt. Dort hätten Einheiten der 7. Panzerbrigade und der Egoz-Kommandotruppe die »operative Kontrolle« über das Gebiet erlangt. Nach Militärangaben wurden dabei Hunderte Hisbollah-Stellungen zerstört und mehr als 50 Mitglieder der Terrororganisation getötet. Zudem seien Waffen, darunter Panzerabwehrraketen und Sprengstoff, beschlagnahmt worden.

Die Armee erklärte, das Gebiet werde von der Hisbollah als Infrastruktur für den Einsatz explosiver Drohnen sowie für Raketenangriffe auf israelische Truppen genutzt. Die Operation solle dazu beitragen, die unmittelbare Bedrohung für die israelischen Grenzorte in Galiläa und die Stadt Metula zu beseitigen.

Trotz der israelischen Vorstöße bleibt die Bedrohung durch Drohnen ein zentrales Problem. Am Donnerstag wurde eine Soldatin des Artilleriekorps durch eine mit Sprengstoff beladene Hisbollah-Drohne im Südlibanon mittelschwer verletzt. Sie wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. im

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