Die amerikanische Regierung hat ihre Sicherheitshinweise für US-Staatsbürger im Nahen Osten erneut verschärft. Angesichts der zunehmenden Spannungen in der Region ruft das Außenministerium US-Bürger zu erhöhter Wachsamkeit auf. Als Grund nennt Washington die Möglichkeit einer »unvorhergesehenen Eskalation«.
Die neue Warnung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem sich die militärische Konfrontation zwischen den USA und Iran erneut zugespitzt hat. Nach den jüngsten amerikanischen Angriffen auf Ziele im Iran kam es zu iranischen Raketen- und Drohnenangriffen auf US-Verbündete in der Region.
Für US-Bürger, die sich derzeit im Nahen Osten aufhalten, bedeutet der neue Hinweis vor allem: Sie sollen die Sicherheitslage aufmerksam verfolgen und sich auf kurzfristige Veränderungen einstellen. »Amerikaner, die sich derzeit im Nahen Osten aufhalten, sollten Vorsicht walten lassen und sich der Möglichkeit von Flugausfällen, Sperrungen des Luftraums und Einschränkungen des Reiseverkehrs bewusst sein«, heißt es in der Mitteilung.
Flughäfen und Fluggesellschaften
Auch Reisende, die eine Reise in die Region planen oder von dort in die USA zurückkehren wollen, sollen sich vorab über die aktuelle Lage informieren. Das Außenministerium empfiehlt ihnen, Meldungen über den Betrieb von Flughäfen und Fluggesellschaften aufmerksam zu verfolgen.
Die Vereinigten Staaten hatten einen nahezu identischen Sicherheitshinweis bereits im Juli und erneut im August veröffentlicht. Entsprechende Warnungen waren von mehreren US-Botschaften im Nahen Osten verbreitet worden, darunter auch von der amerikanischen Botschaft in Israel.
Washington warnt zudem davor, dass die Gefahren nicht auf den Nahen Osten beschränkt sein könnten. US-Vertretungen seien bereits außerhalb der Region zum Ziel von Angriffen geworden. Iran und mit Teheran verbündete Gruppen könnten daher auch andere amerikanische Interessen im Ausland ins Visier nehmen.
In dem Sicherheitshinweis werden ausdrücklich Unternehmen und andere Einrichtungen mit Verbindung zu den USA genannt. »Iran und Gruppen, die Iran unterstützen, könnten andere US-Interessen im Ausland oder an Orten ins Visier nehmen, die mit den Vereinigten Staaten und Amerikanern auf der ganzen Welt in Verbindung stehen, darunter US-Unternehmen und andere Institutionen«, heißt es. im