Neue Angriffe

Trump kündigt »militärische Bestrafung« Teherans an

US-Präsident Donald Trump am Donnerstag bei einem Event mit einem Baseball-Team im Rosengarten des Weißen Hauses Foto: picture alliance / Sipa USA

Der Krieg zwischen den USA und dem Iran hat eine weitere Eskalationsstufe erreicht. Das US-Militär flog in der Nacht zum Freitag den 13. Angriff in Folge auf Ziele im Iran. Gleichzeitig verschärfte Präsident Donald Trump seine Warnungen an das Mullah-Regime in Teheran sowie an die mit dem Iran verbündeten Huthi im Jemen und kündigte im Fall weiterer Angriffe auf Schiffe im Roten Meer eine »harte militärische Bestrafung« an.

Das US-Zentralkommando (CENTCOM) erklärte, die jüngsten Luftangriffe hätten rund zwei Stunden gedauert. Nach Angaben des Militärs richteten sie sich gegen Drohnenstellungen, Kommandoeinrichtungen und weitere militärische Ziele. Iranische Staatsmedien berichteten unterdessen von Angriffen auf die Hafenstadt Bandar Abbas am Persischen Golf. Die strategisch wichtige Stadt an der Straße von Hormus war bereits mehrfach Ziel amerikanischer Angriffe.

Trump kündigte auf seiner Plattform Truth Social an, Schäden an Schiffen, die nach seiner Darstellung durch den Iran verursacht worden seien, aus eingefrorenen iranischen Vermögenswerten begleichen zu wollen. »Alle Schäden« würden aus iranischem Geld bezahlt, das sich unter Kontrolle der Vereinigten Staaten befinde, schrieb der Präsident. Um welche Vermögenswerte es sich konkret handelt, erläuterte er nicht.

Unterbindung des Schiffsverkehrs

Nach Angaben des US-Militärs wurde die vor neun Tagen wieder eingeführte Seeblockade gegen iranische Häfen weiter verschärft. Innerhalb von 24 Stunden seien drei weitere Schiffe an der Ein- oder Ausfahrt gehindert worden. Insgesamt seien inzwischen zwölf Schiffe umgeleitet worden. Ziel der Blockade ist es nach amerikanischen Angaben, den Schiffsverkehr zu iranischen Häfen vollständig zu unterbinden.

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Der republikanische Senator John Kennedy bezeichnete die Blockade als äußerst wirksam. Sollte Iran sein Öl wegen der Maßnahmen nicht mehr exportieren können, werde das Land nach seiner Einschätzung bald an die Grenzen seiner Lagerkapazitäten stoßen und seine Förderung einschränken müssen.

Auch außerhalb Irans wächst die Sorge vor einer Ausweitung des Konflikts. Die kuwaitischen Streitkräfte meldeten einen Drohnenangriff auf den Grenzübergang Abdali an der Grenze zum Irak. Verletzt wurde nach offiziellen Angaben niemand. Später teilte das Militär mit, iranische Drohnen und Raketen abgefangen zu haben.

Sanitätseinheiten nach Ramstein

Nach Medienberichten bereiten die USA zugleich eine Ausweitung ihrer Militärpräsenz in der Region vor. Demnach wurden zusätzliche Tankflugzeuge nach Israel verlegt, B-1-Bomber verließen ihre Stützpunkte in Großbritannien. Weitere Sanitätseinheiten sollen offenbar zum amerikanischen Stützpunkt Ramstein in Deutschland entsandt werden.

Unterdessen scheiterte offenbar ein neuer diplomatischer Vorstoß. Nach einem Bericht der »New York Times« überbrachte der irakische Ministerpräsident Ali al-Zaidi in Teheran einen amerikanischen Vorschlag für eine Waffenruhe. Iran habe das Angebot jedoch zurückgewiesen. Dem Bericht zufolge lehnt Teheran eine zeitlich befristete Vereinbarung ab, solange die Zukunft der Straße von Hormus ungeklärt bleibe.

Ebenfalls unter Berufung auf iranische und irakische Regierungsvertreter berichtete die Zeitung, iranische Funktionäre hätten für den Fall weiterer amerikanischer Angriffe auf Teheran oder kritische Infrastruktur mit Angriffen auf Tel Aviv gedroht. Außerdem könnte der Iran demnach die Huthi-Miliz im Jemen auffordern, eine Seeblockade der Meerenge Bab al-Mandab zu verhängen. im

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