Washington D.C.

Trump kündigt Angriff auf unterirdische Atomanlage an

US-Präsident Donald Trump am Dienstag im Oval Office Foto: picture alliance / CNP / AdMedia

Die USA haben ihre Militärschläge gegen den Iran in der Nacht zum Mittwoch fortgesetzt. Nach Angaben des US-Zentralkommandos (CENTCOM) handelte es sich bereits um die elfte Angriffsnacht in Folge. Ziel der Operationen sei es, Irans Fähigkeit weiter einzuschränken, die Schifffahrt in der Straße von Hormus zu bedrohen.

Nach iranischen Medienberichten wurde die Luftabwehr in Teheran aktiviert. Zudem seien Explosionen unter anderem aus Tabriz, Tschahbahar, Konarak und Buschehr gemeldet worden. In Buschehr befindet sich das einzige Kernkraftwerk des Landes.

CENTCOM erklärte laut amerikanischen Medien, angegriffen worden seien militärische Kommandoeinrichtungen, Einrichtungen der Marine, Flugzeughangars, Drohnenlager sowie logistische Infrastruktur der iranischen Streitkräfte. Zugleich warf das US-Militär Teheran vor, in den vergangenen drei Monaten mehr als 30 Handelsschiffe in der Straße von Hormus attackiert zu haben. »Die unprovozierten Angriffe haben Hunderte unschuldiger Seeleute gefährdet und die Freiheit der Schifffahrt untergraben«, hieß es. Dennoch bleibe die Meerenge für den kommerziellen Schiffsverkehr geöffnet.

Verschärfter Ton

US-Präsident Donald Trump verschärfte derweil den Ton gegenüber Teheran. Bei einem Treffen mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun im Weißen Haus kündigte er an, dass die USA bald eine unterirdische Nuklearanlage nahe Natans ins Visier nehmen könnten. Gemeint ist der als »Pickaxe Mountain« bekannte Komplex, in dem der Iran nach westlichen Vermutungen eine nicht deklarierte Urananreicherungsanlage errichtet.

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»Wir werden dieses Gebiet schon sehr bald und mit großer Härte angreifen«, sagte Trump. Normalerweise kündige er militärische Ziele nicht öffentlich an, fügte er hinzu. »Aber sie können absolut nichts dagegen tun.«

Die iranische Militärführung reagierte mit scharfen Warnungen. Das Khatam-al-Anbiya-Kommando erklärte laut dem staatlichen Sender IRIB, ein Angriff auf die unterirdische Anlage würde als Ausweitung des Krieges in der Region gewertet. In diesem Fall würden »alle Interessen Amerikas sowie seiner Verbündeten und Unterstützer« angegriffen.

Südlicher Zugang

Auch die Spannungen im Roten Meer nehmen weiter zu. Trump drohte den vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen mit militärischen Konsequenzen, sollten sie ihre angekündigte Blockade saudi-arabischer Häfen umsetzen. »Wir werden uns um sie kümmern«, sagte der Präsident.

Zuvor hatte ein Huthi-Vertreter angekündigt, die Meerenge Bab al-Mandab am südlichen Zugang zum Roten Meer für saudi-arabische Schiffe zu sperren. Nach Angaben des britischen Schifffahrtsunternehmens Vanguard änderten daraufhin zwei mit saudischem Rohöl beladene Tanker ihren Kurs und steuerten statt Richtung Asien den Suezkanal an.

Die jüngste Eskalation folgt auf das Scheitern einer im Juni vereinbarten Absichtserklärung zwischen Washington und Teheran. Diese hatte eine Einstellung der Kampfhandlungen, die Wiederöffnung der Straße von Hormus und Verhandlungen über ein Ende des Konflikts vorgesehen. Vor drei Wochen erklärte Trump die Vereinbarung jedoch nach erneuten iranischen Angriffen auf Schiffe für beendet. im

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