Berlin

Internationales Auschwitz Komitee fordert AfD-Verbotsverfahren

Foto: picture alliance/dpa

Das Internationale Auschwitz Komitee hat Bundesinnenminister Andreas Dobrindt aufgefordert, ein Verbotsverfahren gegen die AfD einzuleiten. Die Organisation, die aus Überlebenden des Holocaust und ihren Zusammenschlüssen besteht, sieht »massive Angriffe auf die Demokratie« und sprach von einer unerträglichen Situation für Holocaust-Überlebende. Der »Spiegel« berichtete.

In einer Stellungnahme kritisierte die Präsidentin des Komitees, Eva Umlauf, die Verbindungen einzelner AfD-Politiker zu Ideologien der Nazizeit sowie deren wiederholte Verherrlichung der Hitler-Ära. »Für Überlebende des Holocaust sind diese Inszenierungen und Strategien der Verherrlichung der Nazijahre unerträglich«, sagte Umlauf dem »Spiegel«-Bericht zufolge. Sie forderte demnach, die AfD müsse »endlich vor die Schranken des Bundesverfassungsgerichts« gebracht werden.

Auch der Exekutiv-Vizepräsident Christoph Heubner richtete sich direkt an den Innenminister. Er betonte, Dobrindt sei verpflichtet, die seit Jahren beobachteten rechtsextremen Entwicklungen innerhalb der AfD systematisch zu dokumentieren und aufzubereiten, damit eine politische Entscheidung über ein mögliches Verbotsverfahren getroffen werden könne.

Lesen Sie auch

Dobrindt zeigte sich bislang skeptisch. Er verwies darauf, dass bisher keine ausreichende Grundlage für ein Parteiverbot vorliege. Gleichzeitig arbeite eine Arbeitsgruppe von Bund und Ländern daran, mögliche Folgen für Waffenrecht und Dienstrecht zu analysieren, falls die AfD gerichtlich als rechtsextrem eingestuft werde.

Ein Verbotsverfahren ist nach deutschem Recht aufwendig: Nur der Bundesrat, der Bundestag oder die Bundesregierung können das Bundesverfassungsgericht mit der Frage beauftragen, ob eine bundesweit tätige Partei verboten werden soll.

Im Frühjahr 2025 hatte das Bundesamt für Verfassungsschutz die AfD als gesichert extremistisch eingestuft. Diese Einstufung ist jedoch derzeit ausgesetzt, da die Partei dagegen klagt. In den Bundesländern Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen stuften der jeweilige Landesverfassungsschutz die Partei ebenfalls entsprechend ein. im

New York

New Yorker Bürgermeister lädt israelfeindlichen Aktivisten zum Ramadan-Dinner ein

»Für Mahmoud Khalil war das vergangene Jahr von tiefem Leid geprägt«, sagt Zohran Mamdani

 11.03.2026

Nahost

Hegseth kündigt »intensiven Tag der Angriffe« gegen Iran an

Der amerikanische Verteidigungsminister sieht Fortschritte: »In den vergangenen 24 Stunden hat Iran die niedrigste Zahl von Raketen abgefeuert, zu der das Land bislang in der Lage war.«

 11.03.2026

Nahost

Unterschiedliche Erwartungen an Kriegsdauer: Israel blickt skeptisch auf Trumps Signale

Zugleich besteht in den USA die Sorge, Israel könnte an einer Fortsetzung der Angriffe im Iran interessiert sein, selbst wenn Washington einen Abschluss der Operation anstrebt

 11.03.2026

Nahost

Geschosse treffen Schiffe in und nahe Straße von Hormus

Noch fahren einige Schiffe durch die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und den iranischen Küsten. Aber die Passage wird langsam unberechenbar

 11.03.2026

London

Antisemitischer Angriff: Musikproduzent vor Auto gestoßen

Das Opfer sagt: »Er schrie die abscheulichsten Beleidigungen aus voller Kehle. ›Heil Hitler‹, ›Tod allen Juden‹, die widerwärtigsten Dinge.«

 11.03.2026

Teheran

Rätseln um Irans obersten Führer: Wo ist Chamenei junior?

Modschtaba Chamenei folgt als neuer oberster Führer im Iran auf seinen getöteten Vater. Doch es bleibt still um den neuen Religionsführer

 11.03.2026

Jerusalem

Wadephul: Iranische Waffen gefährden »nicht nur Israel, sondern auch uns in Europa«

Bei seinem Besuch bei seinem Amtskollegen Gideon Sa’ar sei es auch um diese Frage gegangen: Wie kann dieser Konflikt irgendwann beendet werden, wenn man dem Iran die entscheidenden Waffen aus der Hand geschlagen hat?»

 11.03.2026

Kanada

Nach Schüssen auf US-Konsulat: Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen für israelische Einrichtungen

Auch israelische und jüdische Einrichtungen müssen künftig noch intensiver bewacht werden

 11.03.2026

Washington

Weißes Haus verspricht Bericht zu Angriff auf Mädchenschule im Iran

Im Iran-Krieg wurden offenbar viele Schülerinnen getötet. Immer noch ist offiziell unklar, wer dafür verantwortlich ist. Das Weiße Haus verspricht Transparenz

 10.03.2026