New York

Epstein-Akten: Falsche Leiche zur Ablenkung der Medien

Am Tag des Todes von Jeffrey Epstein kümmern sich Polizeibeamte um den Transport seiner Leiche vom Gefängnis zum New York Presbyterian-Lower Manhattan Hospital. Foto: picture alliance / REUTERS

Nach dem Tod von Sexualstraftäter Jeffrey Epstein sollen Justizmitarbeiter einem FBI-Dokument zufolge versucht haben, die Medien mit einer falschen Leiche abzulenken. Das geht aus der Zusammenfassung einer Befragung eines Gefängnisaufsehers hervor, die Teil der jüngst veröffentlichten Epstein-Akten ist. Mit der Täuschung sollte demnach der störungsfreie Abtransport der echten Leiche zur Gerichtsmedizin gewährleistet werden.

Epstein, der über Jahre einen Missbrauchsring betrieben hatte, war im August 2019 tot in seiner Zelle im Metropolitan Correctional Center (MCC) in New York aufgefunden worden. Offiziellen Angaben zufolge beging er Suizid. Wegen seiner Beziehungen in die höchsten Kreise von Gesellschaft und Politik sowie Pannen bei der Überwachung des 66-Jährigen in der Haftanstalt ist Epsteins Tod Gegenstand zahlreicher Verschwörungserzählungen.

Lesen Sie auch

Der Aussage in dem FBI-Dokument zufolge hatten sich am Todestag zahlreiche Medienvertreter vor der Haftanstalt versammelt. »Um die Medien zu täuschen«, sei mit Kartons und Bettlaken etwas arrangiert worden, dass wie ein menschlicher Körper aussah, sagte der Justizmitarbeiter demnach. Die falsche Leiche sei in einem weißen Transporter der Gerichtsmedizin abtransportiert worden, dem die Pressevertreter auch gefolgt seien. Die echte Leiche sei in einem schwarzen Fahrzeug »unbemerkt« weggefahren worden.

Das Dokument mit der Zusammenfassung der Befragung ist nicht Teil der offiziellen Dokumentation des Todes von Epstein und lässt sich nicht zweifelsfrei überprüfen. Der Name des Gefängnisaufsehers ist geschwärzt, nicht jede Aussage lässt sich ihm zuordnen. In dem Dokument wird bestätigt, dass Epstein am Tag vor seinem Tod telefoniert hat - demzufolge mit dessen Mutter. Epstein wird als »glücklich« beschrieben, weil er habe telefonieren können. dpa

Khan Younis

Israel wirft Hamas Folter in Klinik vor

Die Terrororganisation soll ein Krankenhaus im Süden des Gazastreifens als Folterzentrale nutzen, um ihre Macht über die Bevölkerung auszubauen

 20.08.2026

Berlin

Diskriminierung wegen falscher Hummus-Aussprache?

Im Ortsteil Prenzlauer Berg soll ein arabisches Restaurant einen israelischen Gast wegen der vermeintlich falschen Aussprache des Kichererbsengerichts nicht bedient haben. Das Lokal widerspricht dem Vorwurf

 20.08.2026

USA

Amerikas nächster Präsident?

Rahm Emanuel gilt als Hoffnungsträger der Demokraten und steht für einen Kurs der Mitte – sowohl in innenpolitischen Fragen als auch im Verhältnis zu Israel. Eine Annäherung

von Joshua Schultheis  20.08.2026

München

Knobloch in Zeiten von Judenhass: »Ich habe mich getäuscht«

Die ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden spricht offen über ihre Enttäuschung: Warum die Reaktion auf das Hamas-Massaker ihr nicht genügt und der Judenhass sie tief erschüttert

 20.08.2026

Florida

Nach antisemitischen Angriffen: »Hebräischer Hammer« gewinnt Vorwahl

Der jüdische Abgeordnete Randy Fine, ein republikanischer Israel-Unterstützer, setzt sich gegen den Antisemiten Dan Bilzerian durch

 20.08.2026

Berlin

Medienbericht: Andreas Franck will nicht Antisemitismusbeauftragter werden

Das Bundesinnenministerium wollte die Absage Francks auf Anfrage weder bestätigen noch dementieren

 20.08.2026

Mar del Plata

Argentinien entlässt Bundesrichter wegen antisemitischer Äußerungen

Der Justizrat sieht einen schweren Verstoß gegen die für Richter geltenden Anforderungen an Anstand und Unparteilichkeit

 20.08.2026

München

Brandanschlag auf jüdisches Gemeindezentrum: Hinweise auf deutschen Täter verdichten sich

56 Jahre nach dem tödlichen Anschlag in der Reichenbachstraße 27 legen die Ermittler einen neuen Erkenntnisstand vor

 20.08.2026

Berlin

Umfrage: Mehrheit lehnt AfD-geführte Regierung im Osten ab

Die zumindest in Teilen rechtsextremistische Partei kann bei den Landtagswahlen im Osten mit hohen Stimmanteilen rechnen. Die Möglichkeit, dass sie im Anschluss einen Ministerpräsidenten stellen könnte, stößt überwiegend auf Ablehnung

 20.08.2026