Berlin

DIG fordert deutsche Unterstützung für Israel und USA im Krieg gegen den Iran

Volker Beck, Präsident der Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) hat sich klar hinter den Militäreinsatz der USA und Israels gegen den Iran gestellt. »Deutschlands Platz im Krieg gegen den Iran muss an der Seite Israels und der USA sein«, erklärte DIG-Präsident Volker Beck. Deutschland teile »die Ziele der Vereinigten Staaten und Israels, die das iranische Nuklear- und Raketenprogramm, Teherans Bedrohung Israels, seine Unterstützung von Terrorismus und Proxys betreffen.«

Das Argument, dies sei nicht Deutschlands Krieg, lässt Beck nicht gelten. Es führe in die Irre und verkenne die sicherheitspolitische Lage. Die Bundesrepublik sei Ziel terroristischer Aktivitäten des Iran gewesen. Teheran habe Putin mit Drohnen in dessen Vernichtungskrieg gegen die Ukraine beliefert und gefährde »das friedliche Zusammenleben der Völker und ganz besonders Israels Existenz«.

Auch wenn Deutschland keine Kriegspartei sei und es auch nicht werden wolle, müsse es »alles tun, um Israel und die USA in dieser militärischen Auseinandersetzung zu unterstützen«. Beck betonte: »Wir sind nicht neutral.«

Lesen Sie auch

»Der Iran agiert mit seiner völkerrechtswidrigen Kriegsführung in einer Weise, als wolle er die Präventivkriegsargumentation Israels und der USA durch seine Taten noch einmal unterstreichen«, so Beck. Er greife arabische Nachbarn an. Zudem bedrohe Teheran die internationale Seeschifffahrt direkt und über die Huthi im Jemen.

Außerdem greife der Iran über die Hisbollah die israelische Zivilbevölkerung an und verletze so das Völkerrecht. Beck warf dem Teheraner Regime zudem vor, Israel mit Streumunition zu attackieren.

Den diplomatischen Weg sieht die DIG als gescheitert an. »Der Verhandlungsweg mit dem Iran und dem JCPOA war seit Jahren gescheitert«, so Beck. Das »kriegerische antiisraelische Vernichtungsprogramm der Mullahs« sei »theologisch begründet und daher einem politischen Prozess nicht zugänglich«.

Der JCPOA (Joint Comprehensive Plan of Action) war der sogenannte Iran-Deal, gegen den Teheran immer wieder verstieß. Während seiner ersten Amtszeit kündigte US-Präsident Donald Trump einen Ausstieg der Vereinigten Staaten aus der Vereinbarung an. im

Bundesrat

Länder: Aufrufe zur Vernichtung Israels sollen strafbar werden

Der Bundesrat hat am Freitag einen Vorschlag Hessens gebilligt, wonach die öffentliche Leugnung des Existenzrechts Israels bestraft werden soll. Ob ihn die Bundesregierung aufgreift, ist noch unklar

von Michael Thaidigsmann  10.07.2026

Warschau

Vor 85 Jahren wurden die Juden von Jedwabne ermordet

Ein Massaker 1941 belastet das Verhältnis von Juden und Polen: Anstifter waren Deutsche, doch die Täter waren Polen. Ein Ex-Präsident hat zu dem Gedenktag eine klare Botschaft

 10.07.2026

Ramallah

Abbas kündigt Wahlen an

Der Chef der Palästinensischen Autonomiebehörde legt den 28. November als Termin für die Neuwahl des Parlaments fest, 2027 soll auch über die Präsidentschaft neu abgestimmt werden.

 10.07.2026

Großbritannien

»Wir haben das nicht richtig gemacht«

Andy Burnham, designierter Nachfolger von Keir Starmer als Labour-Chef und Premierminister, kündigt eine Kurskorrektur in der britischen Nahostpolitik an

von Michael Thaidigsmann  10.07.2026

Hamburg/Haifa

Netanjahu bremst Milliarden-Fusion von Hapag Lloyd und Zim

Hapag-Lloyd würde die israelische Reederei gerne übernehmen. Doch der israelische Ministerpräsident hat Sicherheitsbedenken

 10.07.2026

Hamburg

Ein Jahr nach Beginn des Block-Prozesses kein Ende in Sicht

Am 11. Juli 2025 startete am Landgericht der spektakuläre Prozess um die Entführung der Block-Kinder. 63 Verhandlungstage gab es seither. Was ist noch offen?

 10.07.2026

Tirana

Albaniens Premier gibt Millionen für Kanye-Konzert aus

Ein geplanter staatlich geförderter Auftritt spaltet das Land – und verstärkt die ohnehin seit langem wachsende Kritik an Ministerpräsident Rama. Die jüdische Gemeinde will eine Absage

 10.07.2026

New York

Bericht: Israel warnte USA vor neuem iranischem Anschlagsplan gegen Trump

Seit der Tötung des iranischen Generals Qassem Soleimani Anfang 2020 droht der Iran Trump mit Vergeltung

 10.07.2026

Islamabad/Doha

Vermittler wollen Atomgespräche zwischen USA und Iran retten

Pakistan, Katar und andere Staaten bemühen sich laut einem amerikanischen Pressebericht, die jüngste Eskalation einzudämmen

 10.07.2026