Nahost

Neue Welle von Luftschlägen gegen den Iran. Dritter US-Flugzeugträger erreicht die Region

Nach einer weiteren Explosion in Teheran steigt am Sonntagfrüh eine dicke Rauchsäule in den Himmel. Foto: picture alliance / via REUTERS

Der Krieg zwischen Israel und dem Iran geht in eine weitere Phase intensiver Angriffe. In der Nacht zum Sonntag feuerten iranische Streitkräfte erneut mehrere Salven ballistischer Raketen auf Israel ab, während die israelische Luftwaffe gleichzeitig Ziele im Iran und in der Region attackierte. Amerikanische und Israelische Publikationen berichteten.

Die amerikanische Marine baut unterdessen ihre Präsenz im Nahen Osten weiter aus. »Fox News« zufolge soll der Flugzeugträger USS George H.W. Bush ins östliche Mittelmeer verlegt werden.

Damit wären drei amerikanische Trägerkampfgruppen gleichzeitig in der Region im Einsatz: Neben der Bush operiert die USS Abraham Lincoln im Persischen Golf, während die USS Gerald R. Ford nach der Passage des Suezkanals im Roten Meer stationiert wurde und von dort aus ebenfalls militärische Operationen unterstützen kann.

Vier Raketenangriffe

Nach Angaben des israelischen Militärs wurden seit Mitternacht mindestens vier Raketenangriffe aus dem Iran registriert. In mehreren Teilen des Landes heulten Sirenen, darunter im Zentrum Israels sowie im Süden. Erste Einschätzungen zufolge wurden mehrere Geschosse abgefangen. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht.

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Parallel zu den Raketenangriffen führte die israelische Luftwaffe eine weitere Welle von Luftschlägen gegen Ziele im Iran aus. Nach Angaben der israelischen Armee (IDF) richteten sich die Angriffe gegen Einrichtungen des Regimes und die militärische Infrastruktur.

Bereits zuvor hatte das Militär wichtige Produktionsstätten für Raketen und andere militärische Einrichtungen attackiert. Zu den Zielen gehörten Anlagen im Militärkomplex Parchin südlich von Teheran sowie ein Standort in Schahrud, der nach israelischen Angaben eine zentrale Rolle bei der Herstellung ballistischer Raketen spielt. Ein Militärsprecher erklärte, die Angriffe seien Teil einer neuen Phase der Operation.

7500 Bomben und 3400 Angriffe

Am Samstagabend griff Israel nach eigenen Angaben erstmals auch Treibstofflager in der Hauptstadt Teheran an. Diese würden von den Streitkräften des Regimes genutzt, um militärische Infrastruktur zu betreiben und Treibstoff an verschiedene Einrichtungen zu verteilen.

Der Angriff sei ein weiterer Schritt, um die militärischen Fähigkeiten des Iran zu schwächen. Insgesamt hat die israelische Luftwaffe nach Militärangaben in der vergangenen Woche mehr als 7500 Bomben über iranischem Gebiet abgeworfen und über 3400 Angriffe geflogen.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte, der militärische Druck auf Teheran werde weiter erhöht. In einer Videobotschaft sagte er, der entscheidende Moment sei nicht mehr weit weg.

Die USS George H.W. Bush ist der dritte US-Flugzeugträger, der den Nahen Osten erreicht.Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com
Spannungen und Machtkämpfe

»Der Moment der Wahrheit rückt näher«, sagte Netanjahu und rief die Iraner dazu auf, die Führung des Landes zu stürzen. Israel versuche nicht, den Iran zu spalten, sondern das Land zu befreien. »Es hängt letztlich von euch ab.«

Nach Angaben israelischer Sicherheitskreise gibt es innerhalb der iranischen Führung zunehmende Spannungen und Machtkämpfe. Einige Beobachter halten einen plötzlichen Zusammenbruch des Systems zwar für möglich, sehen ihn derzeit aber noch nicht unmittelbar bevorstehen.

Der Konflikt wirkt sich zunehmend auf den gesamten Nahen Osten aus. Iranische Raketen und Drohnen trafen in den vergangenen Tagen mehrere Ziele in Golfstaaten. In Dubai kam nach Behördenangaben ein Mensch ums Leben, als Trümmerteile einer abgefangenen Rakete auf ein Auto stürzten.

Auch in Kuwait, Saudi-Arabien, Katar und Bahrain wurden Angriffe oder Abfangaktionen gemeldet. In Kuwait traf eine Drohne Treibstofftanks am internationalen Flughafen. Im Norden des Irak wurde zudem der Flughafen von Erbil angegriffen. Ein Sicherheitsmitarbeiter kam dabei ums Leben. im

Auch in Kuwait, Saudi-Arabien, Katar und Bahrain wurden Angriffe oder Abfangaktionen gemeldet. In Kuwait traf eine Drohne Treibstofftanks am internationalen Flughafen. Im Norden des Irak wurde zudem der Flughafen von Erbil angegriffen. Dabei kam ein Sicherheitsmitarbeiter ums Leben. im

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