New York

Bericht: Israel warnte Trump vor neuem iranischem Anschlagsplan gegen ihn

US-Präsident Donald Trump am Donnerstag (Ortszeit) auf der Andrews Air Force Base in Maryland bei Washington D.C. Foto: picture alliance / AP Photo/Alex Brandon

Israel hat den USA nach einem Bericht des »Wall Street Journal« neue Geheimdienstinformationen übermittelt, die auf einen mutmaßlichen iranischen Plan zur Ermordung von US-Präsident Donald Trump hindeuten sollen. Sollte sich der Bericht bestätigen, wäre dies eine weitere Eskalation im angespannten Verhältnis zwischen Washington und Teheran.

Das Blatt beruft sich auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Demnach hat Israel Hinweise an die US-Regierung weitergegeben, wonach der Iran einen neuen Anschlagsplan gegen Trump geprüft habe. Offizielle Bestätigungen für die Informationen gibt es bislang nicht.

Seit der Tötung des iranischen Generals Qassem Soleimani Anfang 2020 droht der Iran Trump mit Vergeltung. Soleimani, einer der mächtigsten Militärführer der Islamischen Republik, war bei einem von Trump angeordneten US-Drohnenangriff im Irak umgekommen.

Kein Kommentar

Trump selbst sprach die Bedrohung am Mittwoch bei einem Pressegespräch in Ankara an. »Sie wollen den Anführer der Vereinigten Staaten ausschalten – mich«, sagte der Präsident. »Ich stehe auf jeder ihrer Listen. Ich habe heute Morgen gesehen, dass ich auf jeder einzelnen ihrer Listen stehe. Bisher hatte ich wohl ein bisschen Glück, aber das hält vielleicht nicht mehr lange an.«

Lesen Sie auch

Die israelische Botschaft in Washington wollte den Bericht des »Wall Street Journal« nicht kommentieren. Auch die iranische UN-Vertretung äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen. Das Weiße Haus verwies stattdessen auf Trumps öffentliche Aussagen.

Der Bericht erscheint vor dem Hintergrund zuletzt sichtbar gewordener Spannungen zwischen Trump und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Während Netanjahu laut Bericht für eine Fortsetzung der Militärschläge gegen den Iran eintritt, soll Trump auf ein Ende der Kampfhandlungen drängen. Nach Darstellung der Zeitung befürchtet der US-Präsident wirtschaftliche Folgen eines längeren Krieges und setzte zumindest bis vorgestern auf die im vergangenen Monat vereinbarte Waffenruhe.

Zusammenarbeit und Abstimmung

Nach Angaben des Büros des israelischen Regierungschefs telefonierten Trump und Netanjahu am Donnerstag erneut miteinander. Dabei hätten beide Seiten vereinbart, die Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen den beiden Ländern fortzusetzen. Zudem habe Trump seinen israelischen Amtskollegen über aktuelle US-Aktivitäten in der Golfregion informiert.

Das »Wall Street Journal« berichtet außerdem, das Verhältnis zwischen Trump und Netanjahu sei in den vergangenen Wochen belastet gewesen. Zwar stünden beide weiterhin in engem Kontakt, doch habe es zuletzt mehrere angespannte Telefonate gegeben, nachdem ihre Vorstellungen über den weiteren Kurs im Konflikt mit dem Iran zunehmend auseinandergegangen seien. im

Brandenburg

Antisemitismusbeauftragter Büttner für schärferes Strafrecht

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat ein strengeres Strafrecht gegen Judenhass gefordert. Brandenburgs Antisemitismusbeauftragter schließt sich an

 24.08.2026

Spremberg/Forst

Stolpersteine gestohlen

Der Staatsschutz ermittelt

 24.08.2026

Norwegen

Wandbild in Oslo ehrt palästinensische Terroristin

Ein überdimensionales Wandbild im Zentrum der norwegischen Hauptstadt zeigt unter anderen die frühere PFLP-Terroristin Leila Khaled, die von der verantwortlichen Gruppe als »Widerstandskämpferin« bezeichnet wird

 24.08.2026

Dresden

Unbekannter entwendet Kippa

Der Staatsschutz der Dresdner Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen

 24.08.2026

Meinung

Jüdische Schulen: Orte der Zugehörigkeit

Der Wunsch nach jüdischer Bildung wächst, während die Strukturen zunehmend fragil werden

von Eduard Steinberg  24.08.2026

Würdigung

Hamburg ehrt Esther Bejarano und Jina Mahsa Amini

In der Hansestadt gibt es künftig eine Esther-Bejarano-Straße und einen Jina-Mahsa-Amini-Park

 24.08.2026

Die schwedischen Linken-Politiker Hanna Gedin und Jonas Sjöstedt

Jerusalem

Israel verweigert zwei schwedischen EU-Abgeordneten die Einreise

Jonas Sjöstedt und Hanna Gedin von der schwedischen Linkspartei wollen in der vergangenen Nacht anreisen, um die Palästinensische Autonomiebehörde zu besuchen

 24.08.2026

Hand zeigt ein Smartphone mit dem ChatGPT Logo vor rotem Hintergrund

Künstliche Intelligenz

Sam Altmans ChatGPT zeigt ab heute Werbung

Einige User werden von nun an Werbung sehen. Wie werden gesuchte Antworten von Anzeigen getrennt?

 24.08.2026

MIttlerer Osten

Iran warnt USA vor Wirtschaftskrieg - und droht Golfstaaten

Im Iran-Krieg wird aktuell nicht gekämpft. Washington will Teheran wirtschaftlich in die Knie zwingen. Der Iran gibt sich selbstbewusst - und droht den USA und ihren Verbündeten mit Konsequenzen

 24.08.2026