New York

Alan Dershowitz nennt jüdische Mamdani-Wähler »Idioten«

Alan Dershowitz Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Der jüdische Jurist und Harvard-Professor Alan Dershowitz hat in einer Sendung des früheren New Yorker Bürgermeisters Rudy Giuliani scharfe Kritik an jüdischen Wählern geübt, die bei der Bürgermeisterwahl in New York für Zohran Mamdani gestimmt hatten. Er bezeichnete sie als »idiotische Juden« und zog dabei eine historische Parallele, die für Aufsehen sorgt.

In der Sendung sagte Dershowitz wörtlich: »Mein Volk, die idiotischen Juden in New York, die auf der Upper West Side leben, die in Park Slope leben, die für Mamdani gestimmt haben, erinnern mich an die 7000 Juden, die für Hitler gestimmt haben.« Er bezog sich damit auf eine jüdische Splitterpartei, die 1932 bei den Reichstagswahlen antrat. Dazu führte er aus: »Siebentausend Juden gründeten 1932 eine Partei und stimmten für Hitler, weil sie dachten, er wäre gut für die Wirtschaft.«

Bereits zuvor hatte Dershowitz gegenüber Giuliani angemerkt, es sei »absurd«, dass dieselbe Stadt sowohl Giuliani als auch Mamdani ins Bürgermeisteramt gewählt habe: »Mamdani sollte besser Bürgermeister von Teheran sein.«

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Zum Abschluss seiner Ausführungen dankte Dershowitz explizit anderen Bevölkerungsgruppen für eine »gesündere« Einstellung: »Gott sei Dank haben wir Italo-Amerikaner, Irisch-Amerikaner und andere Amerikaner, die deutlich mehr Verstand haben als viele jüdische Amerikaner.«

Beide Gesprächspartner bringen eigene Kontroversen mit: Giuliani, einst als »harter« Bürgermeister und Symbolfigur der New Yorker Reaktion auf die Anschläge vom 11. September bekannt, wurde inzwischen wegen seiner Rolle bei den Versuchen, die Präsidentschaftswahl 2020 zugunsten Trumps anzufechten, dauerhaft die Zulassung als Anwalt entzogen.

Dershowitz wiederum steht seit Jahren wegen seiner früheren beruflichen Verbindung zum verurteilten Sexualstraftäter und Finanzier Jeffrey Epstein in der Kritik. Er war Teil von Epsteins Verteidigerteam und an der Aushandlung der umstrittenen Vereinbarung von 2008 beteiligt, die Epstein eine milde Strafe einbrachte. Die Epstein-Anklägerin Virginia Giuffre hatte 2015 auch gegen Dershowitz Missbrauchsvorwürfe erhoben, diese jedoch 2022 zurückgezogen und erklärt, sie könnte sich geirrt haben. Dershowitz weist jegliches Fehlverhalten zurück. Eine Anklage gegen ihn wurde nie erhoben. im

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