Washington D.C.

Trump drängt auf Ausweitung der Abraham-Abkommen als Teil eines Iran-Deals

Präsident Donald Trump am Montag in seiner Limousine Foto: picture alliance / AdMedia

US-Präsident Donald Trump hat sich dafür ausgesprochen, die sogenannten Abraham-Abkommen deutlich zu erweitern und mit den laufenden Verhandlungen über ein Abkommen mit dem Iran zu verknüpfen. Nach seiner Darstellung sollen künftig deutlich mehr Staaten Teil der Vereinbarungen werden, die 2020 während seiner ersten Amtszeit auf den Weg gebracht wurden.

In einem Beitrag in sozialen Medien erklärte Trump, die Gespräche mit Teheran verliefen »gut«, machte eine mögliche Einigung jedoch davon abhängig, dass weitere Länder den Normalisierungsabkommen mit Israel beitreten. Dabei nannte er insbesondere Saudi-Arabien und Katar, die seiner Ansicht nach »sofort« unterschreiben sollten.

Darüber hinaus sprach er sich dafür aus, dass sich auch Staaten wie Pakistan, die Türkei, Ägypten und Jordanien den Abkommen anschließen. Die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain waren 2020 die ersten Länder, die die Vereinbarungen formal unterzeichneten.

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Trump schrieb, angesichts der jahrelangen diplomatischen Bemühungen der USA müsse es praktisch verpflichtend sein, dass sich diese Staaten gleichzeitig den Abraham-Abkommen anschließen. Wörtlich erklärte er: »Nach all der Arbeit der Vereinigten Staaten, dieses sehr komplexe Puzzle zusammenzufügen, sollte es verpflichtend sein, dass all diese Länder mindestens gleichzeitig die Abraham-Abkommen unterzeichnen.«

Nach Angaben des Präsidenten hat er die Idee bereits in Gesprächen mit internationalen Partnern am Wochenende angesprochen. Er deutete zugleich an, dass er möglicherweise Ausnahmen akzeptieren würde, falls ein oder zwei Länder nicht mitziehen sollten.

Unklar bleibt bislang, wie realistisch eine solche Erweiterung kurzfristig wäre und welchen Einfluss sie auf die Verhandlungen mit dem Iran hätte. Trump ließ jedoch anklingen, dass langfristig auch Teheran selbst Teil der Abkommen werden könnte – vorausgesetzt, es kommt zu einer Einigung.

Die Abraham-Abkommen wurden während Trumps erster Amtszeit als Reihe diplomatischer, wirtschaftlicher und sicherheitspolitischer Vereinbarungen zwischen Israel und mehreren arabischen Staaten initiiert. Ziel war es, die Beziehungen zwischen Israel und Ländern in der Region zu normalisieren und neue Kooperationsformate zu schaffen. im

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