Berlin

Zwischenfall bei Israel-Filmfest

Foto: Montage: Marco Limberg

Beim deutsch-israelischen Film- und Fernsehfestival »Seret International« ist es in Berlin zu einem Zwischenfall gekommen. Mitglieder der unter anderem vom Bundestag als antisemitisch und israelfeindlich eingestuften BDS-Bewegung hatten am Samstag eine Fragerunde  zum Film King Bibi massiv gestört und das Publikum zum Verlassen des Kinos aufgefordert, teilte die Agentur »Laut und Deutlich« am Sonntag in Berlin mit.

Zehn bis zwölf Personen hatten demnach die Bühne gestürmt. Sie hielten ein Transparent mit der Aufschrift »No Culture in white-washing Apartheid« hoch. Die Polizei habe die BDS-Aktivisten schließlich aus dem Kino gebracht. Die Polizei bestätigte am Sonntag, dass die Fragerunde wegen des Zwischenfalls nicht habe stattfinden können. Der Staatsschutz hat Ermittlungen aufgenommen.

BOYKOTT Der Vorfall zeige, dass die BDS-Kampagne Israelis in Deutschland Angst machen und sie einschüchtern wolle, erklärte Festival-Direktorin Anat Koren. Das Film-Festival werde nun überlegen, ob das im kommenden Jahr geplante fünfte Seret-Festival in Deutschland wie geplant stattfinden könne.

Das Festival läuft in diesem Jahr vom 31. August bis zum 10. September und präsentiert 14 Filme. Neben dem Hauptaustragungsort Berlin gibt es den auch Vorführungen in Köln, Hamburg, München, Frankfurt am Main und Leipzig.  epd/ja/dpa

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