Berlin

Zwischenfall bei Israel-Filmfest

Foto: Montage: Marco Limberg

Beim deutsch-israelischen Film- und Fernsehfestival »Seret International« ist es in Berlin zu einem Zwischenfall gekommen. Mitglieder der unter anderem vom Bundestag als antisemitisch und israelfeindlich eingestuften BDS-Bewegung hatten am Samstag eine Fragerunde  zum Film King Bibi massiv gestört und das Publikum zum Verlassen des Kinos aufgefordert, teilte die Agentur »Laut und Deutlich« am Sonntag in Berlin mit.

Zehn bis zwölf Personen hatten demnach die Bühne gestürmt. Sie hielten ein Transparent mit der Aufschrift »No Culture in white-washing Apartheid« hoch. Die Polizei habe die BDS-Aktivisten schließlich aus dem Kino gebracht. Die Polizei bestätigte am Sonntag, dass die Fragerunde wegen des Zwischenfalls nicht habe stattfinden können. Der Staatsschutz hat Ermittlungen aufgenommen.

BOYKOTT Der Vorfall zeige, dass die BDS-Kampagne Israelis in Deutschland Angst machen und sie einschüchtern wolle, erklärte Festival-Direktorin Anat Koren. Das Film-Festival werde nun überlegen, ob das im kommenden Jahr geplante fünfte Seret-Festival in Deutschland wie geplant stattfinden könne.

Das Festival läuft in diesem Jahr vom 31. August bis zum 10. September und präsentiert 14 Filme. Neben dem Hauptaustragungsort Berlin gibt es den auch Vorführungen in Köln, Hamburg, München, Frankfurt am Main und Leipzig.  epd/ja/dpa

Berlin

Orden Pour le mérite begrüßt Wolf Biermann als neues Mitglied

Die Künstler- und Gelehrtenvereinigung Pour le mérite trifft sich am Wochenende in Berlin zu ihrer Jahrestagung. Dabei werden neue Mitglieder in den exklusiven Kreis aufgenommen

 26.05.2026

Kino

»Über die Verkrampftheit hinwegkommen«

Andreas Brämer, Rektor der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, über den jüdischen Filmclub in der Stadt am Neckar

von Ayala Goldmann  26.05.2026

»Imanuels Interpreten« (21)

Sammy Davis Jr.: Der Entertainer

Schon als Kind steht er auf der Bühne, als junger Erwachsener bekommt er den Rassismus zu spüren und wird dennoch ein Star. Im Jahr 1960 konvertiert der legendäre Unterhalter zum Judentum

von Imanuel Marcus  26.05.2026

Führung

Open-Air-Ausstellung zum jüdischen Leben in Erfurt

Ab Freitag führt ein Rundgang auf 19 Stationen durch das historische jüdische Viertel Erfurts und verbindet Geschichte mit digitalen Angeboten

 26.05.2026

Geburtstag

Bob Dylan wird 85: Genie, Grenzgänger und niemals greifbar

Die berühmte Frage in seinem bekanntestem Song lehnt sich direkt an diese Geschichte an: Wie fühlt es sich an, ohne ein Heim zu sein, wie ein völlig Unbekannter, wie ein rollender Stein?

von Paula Konersmann  24.05.2026

New York

Bob Dylan - Der geniale Sonderling

Protestlieder, elektrischer Rock, Country-Alben, religiöse Musik. Die Welt hat ihm einige der einflussreichsten Musikstücke zu verdanken. Eine Ikone wollte er aber nie sein

von Anne Pollmann  24.05.2026

Zahl der Woche

85 Jahre

Fun Facts und Wissenswertes

 24.05.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Wenn das Leben dir Zitronen schenkt

von Katrin Richter  24.05.2026

Konzert

»Man muss richtig aus dem Vollen schöpfen«

Omer Meir Wellber bringt »Mass« von Leonard Bernstein auf die Bühne. Hamburgs Generalmusikdirektor erklärt, welche Faszination von dem Stück ausgeht

von Stephen Tree  24.05.2026