Fernsehen

Gil Ofarim: »Das kann es nicht gewesen sein«

Foto: RTL

Gil Ofarim (43) ist der wohl umstrittenste Kandidat, den das Dschungelcamp je gehabt hat, und auch die ersten Tage in der Show scheinen das bislang nicht geändert zu haben. Doch der Sänger hofft weiter auf ein Comeback nach der Sendung - und er hat noch was vor. 

»Ich bin unter anderem auch hier, um etwas zu erledigen, was ich noch zu machen habe«, verrät er in der aktuellen Folge der Show »Ich bin ein Star - Holt mich hier raus« am Lagerfeuer seinem Mitcamper Stephen Dürr (51). Was genau er damit meint und ob er sich auf den Skandal bezieht, der das öffentliche Bild von ihm zuletzt geprägt hatte, lässt Ofarim als Cliffhanger offen. Er kündigt aber an: »In einem Jahr stehe ich auf der Bühne« - und: »Ich starte einen Neuanfang, das kann es nicht gewesen sein.«

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Der 43-Jährige hatte international Schlagzeilen gemacht, weil er erst Antisemitismus-Vorwürfe gegen einen Mitarbeiter eines Leipziger Hotels erhoben und später vor Gericht eingeräumt hatte, diese schwerwiegenden Vorwürfe nur erfunden zu haben. Nach dem Prozess um die sogenannte Davidstern-Affäre zog sich der gebürtige Münchner zunächst aus der Öffentlichkeit zurück. 

Bislang hatte er zu diesem Skandal in der RTL-Show kaum etwas gesagt, obwohl die Zuschauer wohl vor allem darauf gewartet hatten. Er begründete dies damit, dass er eine Verschwiegenheitserklärung unterschrieben habe und darum nichts sagen dürfe. 

»Es ist richtig, dass die Verfahrensbeteiligten sich seinerzeit auf eine Verpflichtung zum Schweigen verständigt haben«, schreibt Ofarims Anwalt Alexander Stevens bei Instagram. Er warnt dort auch vor möglicherweise strafrechtlich relevanten Beleidigungen seines Mandanten. 

Ofarims Camp-Kollege, der Schauspieler Dürr, zeigt sich allerdings skeptisch, was die Comeback-Pläne des Sängers angeht. »Ich glaube nicht, dass der Dschungel für Gil ein Neuanfang sein kann«, sagt er. »Bis jetzt erkennt man nicht so richtig, dass Du so geläutert rausgehst.« Das aber erwarte man von ihm. »Wenn er das nicht macht, wird der Dschungel ihm nicht helfen.«

Eine gewisse Läuterung gibt es an Tag fünf im Dschungel dann aber doch - in Person von Camp-Schreihals und Streithenne Ariel. Die kommt nach mehreren Nullnummern tatsächlich mit vier Sternen aus ihrer Dschungelprüfung, strahlt und umarmt ihre Mitbewohner, mit denen sie sich schon extrem lautstark gestritten hat. Zuletzt sah es so aus als sei die 22-Jährige - wie einst ihre legendären Vorgängerinnen Sarah Knappik oder Larissa Marolt - auf dem Weg in die Camp-Isolation. Möglicherweise hat sie das nun abgewendet. Von einem »Plot-Twist« sprechen die Moderatoren Sonja Zeitlow und Jan Köppen. 

Dass aber zunehmend eine Kluft entsteht zwischen den eher gesetzteren Dschungel-Herrschaften wie Simone Ballack (49) und Hardy Krüger (57) und den jungen Reality-Stars und Influencern wie Ariel, Samira Yavuz (32) und Umut Tekin (28), das ist nicht zu übersehen. »Die haben nur ein Thema: Wer mit wem bumst«, sagt Ballack. »Die posten ja auch alles. Wenn sie Bauchschmerzen hatten, wenn sie Kotzen. Die sind dann real.« 

Ansonsten sind die größten Themen nach dem »Fiebertraum« um die streitlustige Ariel: der Hunger, der nach Tagen nur mit Reis und Bohnen an den Kandidaten nagt, und der Regen, der auf das Camp niederprasselt und die nahezu traditionelle Diskussion um die besten Betten aufleben lässt. Dürr berichtet von einem katastrophalen Alkohol-Absturz mit mehr als drei Promille und Nahtoderfahrung. 

Außerdem sind Ariel und Umut sich immer noch nicht einig in der Frage, ob sie ihm eine gefakte Dschungelromanze vorgeschlagen hat oder nicht. Das scheint beide aber nicht weiter zu stören. 

Ob sich da nun also tatsächlich so etwas wie ein kleiner Dschungel-Frieden einstellt, ist fraglich. Denn an Tag sechs muss Ariel erneut in die Dschungelprüfung - und zwar wieder mit Eva Benetatou (33) und Ofarim. Diese Kombination hat ja schon einmal zu großen Reibereien geführt und zu dem kleinen Eklat, dass Ariel sich weigerte, mit den beiden zusammenzuarbeiten - und die Prüfung rundheraus ablehnte. dpa

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