Wien

Israels ESC-Fans: Sind keine Repräsentanten für Politik des Landes

Vom 12. -16. Mai 2026 findet der ESC in Wien statt. Foto: picture alliance / Hans Ringhofer / picturedesk.com

Israels Fangemeinde beim Eurovision Song Contest (ESC) fordert einen unpolitischen Wettbewerb. »Wir kommen als Fans, nicht als Repräsentanten für die Politik unseres Landes«, sagte der Präsident des offiziellen Fanclubs OGAE Israel, Nir Harel, der Wiener Tageszeitung »Kurier«. Das Großevent in Wien wird von Spannungen rund um die Teilnahme Israels überschattet.

»Enttäuschend« habe die Fan-Community die negativen Reaktionen auf die israelischen ESC-Auftritte der vergangenen Jahre empfunden. »Bis vor zwei Jahren hat es keinen interessiert, dass wir aus Israel kamen - wir waren einfach Fans wie alle«, wird Harel zitiert. Israels Lied und Interpreten anzufeuern sowie die Flagge am Bildschirm zu zeigen, mache die israelischen Fans »stolz«.

Lesen Sie auch

Am Wiener Rathausplatz findet am Sonntag die Eröffnungszeremonie der diesjährigen ESC-Woche statt. Überschattet wird der größte Musikwettbewerb der Welt abermals von Spannungen um die Teilnahme Israels wegen des Nahostkonflikts. Mehrere Länder boykottieren das Event: Sie schickten weder einen Kandidaten nach Wien, noch wollen sie den ESC auf öffentlich-rechtlichen Kanälen übertragen. Für den Finaltag am 16. Mai haben Aktivisten eine Demonstration gegen Israel mit rund 3.000 Teilnehmern angekündigt. kna/ja

Kinostart

Die Hoffnung aus den Sternen

Steven Spielbergs »Disclosure Day« verbindet UFO-Mythos, Weltpolitik und spirituelle Sinnsuche zu einem bildgewaltigen Kinoereignis

von Christoph Schinke  10.06.2026

Bad Kissingen

Mazel tov in Unterfranken

Der »Kissinger Sommer« rückt zu seinem 40-jährigen Jubiläum jüdische Musik und Kultur in den Mittelpunkt. Intendant Alexander Steinbeis erklärt die Idee dahinter

von Maria Ossowski  10.06.2026

Schwäbisch Hall

Wenn Elefanten Synagogen tragen

In der kleinen Stadt sind die beiden einzigen erhaltenen Werke des Synagogenmalers Elieser Sussmann zu sehen – Paneele aus der Betstube von Unterlimpurg und der Frauenschul von Steinbach

von Michael Schleicher  09.06.2026

Interview

»Selbst ernannte progressive Linke haben offenbar das völkische Denken gelernt. Das ist alles so absurd«

Der Kabarettist Dieter Nuhr über den Erhalt des Leo-Baeck-Preises, Solidarität mit Israel und Kritik an seiner Person

von Detlef David Kauschke  09.06.2026

Fußball

Fußball auf dem Appellplatz von Buchenwald

Seit der Europameisterschaft 2024 erinnert die Gedenkstätte Buchenwald im Internet an Fußballer, Funktionäre und Spiele im ehemaligen Konzentrationslager. Der Appellplatz war Spielstätte, Häftlinge konnten kurz dem Lageralltag entfliehen

von Matthias Thüsing  09.06.2026

Hollywood

Zoë Kravitz jagt Bankräuber

In der Action-Komödien-Thriller »How to Rob a Bank« spielt die jüdische Darstellerin eine Software-Ingenieurin unter Hausarrest

 09.06.2026

Kulturkolumne

Über Langzeitbeziehungen und Affären

Warum ich Esther Perel verehre

von Laura Cazés  09.06.2026

Zeitgeschichte

Georges-Arthur Goldschmidt sieht Guillotine am Beginn der Schoa

Der französisch-deutsche Schriftsteller sagte in einem Interview »Diese Normalisierung der Todesstrafe hat Europa zerstört.«

 09.06.2026

Kino

Spielbergs »Disclosure Day« feiert Kinostart

Als Inspiration für dieses Projekt nennt der jüdische Regisseur einen »New York Times«-Artikel über geheime UFO-Programme des Pentagon

 09.06.2026