Wien

Israels ESC-Fans: Sind keine Repräsentanten für Politik des Landes

An der 71. Austragung des ESC wird kein türkisfarbener Teppich mehr ausgelegt. Foto: picture alliance / Hans Ringhofer / picturedesk.com

Israels Fangemeinde beim Eurovision Song Contest (ESC) fordert einen unpolitischen Wettbewerb. »Wir kommen als Fans, nicht als Repräsentanten für die Politik unseres Landes«, sagte der Präsident des offiziellen Fanclubs OGAE Israel, Nir Harel, der Wiener Tageszeitung »Kurier«. Das Großevent in Wien wird von Spannungen rund um die Teilnahme Israels überschattet.

»Enttäuschend« habe die Fan-Community die negativen Reaktionen auf die israelischen ESC-Auftritte der vergangenen Jahre empfunden. »Bis vor zwei Jahren hat es keinen interessiert, dass wir aus Israel kamen - wir waren einfach Fans wie alle«, wird Harel zitiert. Israels Lied und Interpreten anzufeuern sowie die Flagge am Bildschirm zu zeigen, mache die israelischen Fans »stolz«.

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Am Wiener Rathausplatz findet am Sonntag die Eröffnungszeremonie der diesjährigen ESC-Woche statt. Überschattet wird der größte Musikwettbewerb der Welt abermals von Spannungen um die Teilnahme Israels wegen des Nahostkonflikts. Mehrere Länder boykottieren das Event: Sie schickten weder einen Kandidaten nach Wien, noch wollen sie den ESC auf öffentlich-rechtlichen Kanälen übertragen. Für den Finaltag am 16. Mai haben Aktivisten eine Demonstration gegen Israel mit rund 3.000 Teilnehmern angekündigt. kna/ja

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