Eurovision Song Contest

Erste Probe von Israels ESC-Delegation in Wien erfolgt

Noam Bettan vertritt Israel beim ESC in Wien. Foto: Copyright (c) Flash 90 2026

Der israelische Beitrag für den Eurovision Song Contest 2026 ist bereits in Österreich angekommen: Sänger Noam Bettan reiste bereits am Freitag mit seinem Team nach Wien, wo in diesem Jahr der Wettbewerb stattfindet. Der Startschuss fällt mit dem ersten Halbfinale am 12. Mai.

Bettan, der mit dem Song »Michelle« antritt, absolvierte laut israelischen Medienberichten inzwischen auch seine erste offizielle Probe in der Wiener Stadthalle. Die Vorbereitungen auf den Auftritt laufen damit auf Hochtouren.

Vor seiner Abreise hatte sich der Künstler noch mit einer Videobotschaft aus dem Flughafen an die Öffentlichkeit gewandt. Darin sagte er: »Danke an alle Menschen in Israel, danke für eure Liebe.« Die vergangenen Monate seien für ihn besonders gewesen: »Ich habe so viel Unterstützung gespürt wie noch nie in meinem Leben. Ich habe das Gefühl, mit der größten und stärksten Unterstützung aufzubrechen.«

Lesen Sie auch

Zugleich betonte Bettan seine Motivation für den Wettbewerb: »Ich bin stolz, unser Land zu vertreten. Ich verspreche, dass wir alles tun werden, damit es so gut wie möglich gelingt.«

Sicherheitslage prägt Teilnahme

Aufgrund des sich verbreitenden Antisemitismus in Europa und angekündigter israelfeindlicher Demonstrationen gelten für die israelische Delegation strenge Sicherheitsmaßnahmen. Neben dem Sänger gehören auch Tänzer, Vertreter des öffentlich-rechtlichen Senders Kan sowie weiteres Begleitpersonal zum Team.

Im vergangenen Jahr hatten mehrere Länder – darunter Irland, Island, Slowenien, Spanien und die Niederlande – ihren Rückzug aus dem Wettbewerb erklärt. Vorausgegangen war eine Abstimmung innerhalb der European Broadcasting Union, bei der entschieden wurde, dass Israel weiterhin teilnehmen darf. im

Glosse

Deutschland sucht den Nazi

Der »Spiegel« und die »Zeit« helfen den Deutschen, die Nazis unter den Vorfahren aufzuspüren - und verdienen damit ganz nebenbei gutes Geld. Richtig so, findet unser Autor

von Michael Thaidigsmann  19.06.2026

Fußball

»Ich weiß, wer Weltmeister wird«

Uri Geller über die Weltmeisterschaft, den Gewinner des Turniers und seinen fatalen Einfluss auf einen verschossenen Elfmeter bei der EM 1996

von Detlef David Kauschke  19.06.2026

»Imanuels Interpreten« (22)

Herbie Mann: Der Klangsetzer

Sein Motto: »Wenn du die Musik von jemandem spielen willst, gehe zu ihm nach Hause.« Er setzte dies um, hatte dann aber die Jazz-Polizei am Hals

von Imanuel Marcus  19.06.2026

Kommentar

Nimm die Wahrheit an, von wem auch immer sie gesagt wurde

Bisweilen wirkt die Debatte um KI-generierte Texte absurd. Denn die Qualität eines Arguments sollte entscheidender sein als sein Urheber

von Leeor Engländer  18.06.2026

Literatur

Prophet im eigenen Land

Ein neuer Band mit bisher unveröffentlichten Texten von Amos Oz zeigt den israelischen Schriftsteller als reflektierten Staatsbürger und überzeugten Zionisten

von Marko Martin  18.06.2026

Essen

»Schakschuka ist der Favorit«

Der deutsch-israelische Koch Tom Franz hat ein Buch über das Frühstück geschrieben. Hier spricht er über geflochtenen Lachs, clevere Vorräte und die Frage, warum er die erste Mahlzeit des Tages auslässt

von Katrin Richter  18.06.2026

Ausstellung

Androgyn, zeitlos, modern

Das Georg Kolbe Museum in Berlin widmet sich der britischen Ausnahmekünstlerin Marlow Moss – erstmals in Deutschland

von Alicia Rust  18.06.2026

Streaming

Bringt Gali nach Hause!

Eine junge Israelin wird in Moskau verhaftet. Die Serie »Unconditional« erzählt vom Kampf einer Mutter gegen die Justiz

von Chris Schinke  18.06.2026

Köln/Hamburg/Leipzig

Mit diesen prominenten Weggefährten feiert Wolf Biermann seinen 90. Geburtstag

Der legendäre Liedermacher wird am 15. November 90 Jahre alt

 18.06.2026