Der Streit um Israels Teilnahme am Eurovision Song Contest 2026 weitet sich aus. Nach Spanien und Slowenien will nun auch Irland den Musikwettbewerb nicht übertragen. Der irische Staatssender RTÉ kündigte an, die Veranstaltung im kommenden Monat nicht zu senden.
Damit schließen sich die Iren zwei weiteren Ländern an, deren öffentlich-rechtliche Sender bereits ähnliche Entscheidungen getroffen hatten. Hintergrund ist jeweils die Teilnahme Israels.
Der slowenische Sender RTV Slovenia will stattdessen ein Programm unter dem Titel »Voices of Palestine« ausstrahlen. Dabei soll es sich um Spielfilme und Dokumentationen über Palästina handeln.
Israelfeindliche Botschaften
Island und die Niederlande boykottieren den Wettbewerb demnach ebenfalls politisch, wollen ihn aber weiterhin übertragen.
Bereits in den vergangenen Jahren hatte es aus Irland scharfe Kritik an Israels Teilnahme gegeben. Die irische ESC-Vertreterin von 2024, Bambie Thug, sorgte mit israelfeindlichen Botschaften für Aufsehen. Sie musste entsprechende Schriftzüge vor ihrem Auftritt auf Anweisung der European Broadcasting Union entfernen. Später erklärte sie zudem, sie wolle ihren damaligen Wettbewerbstitel nicht mehr singen, solange Israel nicht ausgeschlossen werde.
Irland ist mit sieben Siegen das erfolgreichste Land in der Geschichte des Wettbewerbs. Der letzte irische Triumph liegt allerdings drei Jahrzehnte zurück und datiert aus dem Jahr 1996.
Vier Siege
Israel gewann bislang viermal. Der bislang letzte Sieg gelang Netta Barzilai im Jahr 2018 mit dem Song Toy.
Für Israel wird in diesem Jahr laut Bericht Noam Bettan beim Wettbewerb antreten. Die Austragung des Eurovision Song Contest 2026 findet in drei Wochen in Wien statt. im