Tel Aviv

Wahl in Israel beginnt mit Gedenken an Hamas-Opfer

Hinterbliebene von Hamas-Opfern am frühen Morgen auf dem Tel Aviver Geiselplatz Foto: Copyright (c) Flash 90 2026

Drei Jahre nach den von der Hamas verübten Massakern, Geiselnahmen und Vergewaltigungen vom 7. Oktober haben Angehörige mit einer Schweigeminute an die Opfer erinnert. Die betroffenen Familien versammelten sich auf dem sogenannten Geiselplatz in Tel Aviv und hielten um 06.29 Uhr Ortszeit (05.29 MEZ) inne - genau zu der Uhrzeit, zu der 2023 der Hamas-Angriff auf Israel begonnen hatte.

Einav Zangauker, Mutter der freigelassenen Geisel Matan Zangauker, sagte auf dem Platz: »1200 Menschen wurden ermordet und sind gefallen, 251 wurden an diesem schrecklichen Tag entführt. Denkt an sie an der Wahlurne, darum geht es am heutigen Wahltag - geht wählen, damit das Versagen sich nicht wiederholt, damit wir wissen, was passiert ist und wer die Verantwortung trägt, damit wir endlich anfangen können, die Schäden aufzuarbeiten und (das Land) wiederaufzubauen.«

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Es ist die erste Wahl nach dem Hamas-Massaker in Israel am 7. Oktober 2023. Der Terrorüberfall war der Auslöser für den Krieg gegen die Hamas in Gaza.

Michel Illouz, dessen Sohn Guy damals entführt und in der Geiselhaft getötet wurde, sagte: »Wenn ich in der Wahlkabine stehe, werde ich an meinen Guy denken. An das Leben, das er hatte, und an die Zukunft, die ihm und mir genommen wurde. Ich rufe die Menschen in Israel auf: Denkt an ihn, wenn Ihr eure Stimme abgebt. Geht wählen, damit sich in diesem Land etwas ändert.« dpa/ja

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