Doha

Verhandlungen um Waffenruhe und Geiseln stocken

Doha Foto: picture alliance / NurPhoto

Die indirekten Verhandlungen zwischen Israel und der palästinensischen Terrororganisation Hamas in Doha kommen nicht voran. Das israelische Verhandlungsteam wurde von der Jerusalemer Regierung angewiesen, zumindest bis heute vor Ort zu bleiben, wie die »Times of Israel« berichtet.

Völlig unklar ist, ob eine Verlängerung der ersten Phase des jüngsten Abkommens über eine Waffenruhe in Gaza sowie die Freilassung israelischer Geiseln im Gegenzug für eine Entlassung von weitaus mehr palästinensischen Häftlingen erlangt werden kann. Ein Eintritt in die ursprünglich vorgesehene zweite Phase der Vereinbarung ist derzeit ebenso wenig in Sicht.

Dem israelischen Sender »Kan« zufolge sind die Vereinigten Staaten als Vermittler dabei, für eine 60-tägige Waffenruhe zu werben, in deren Rahmen zehn der 24 verbleibenden lebenden Geiseln freikommen sollten.

Lesen Sie auch

Ein israelischer Regierungsbeamter bestritt dies gegenüber israelischen Medien. Das Verhandlungsteam seines Landes habe keinen entsprechenden Vorschlag der Amerikaner erhalten, erklärte er demnach.

In den vergangenen Tagen war es zu Streit zwischen Israel und den USA gekommen, als bekannt wurde, dass direkte Gesprächen zwischen dem amerikanischen Geiselvermittler Adam Boehler und der Hamas geführt wurden.

Israel befürchtet, dass eine verbliebene amerikanische Geisel freikommen und die Leichen vier weiterer US-Staatsbürger übergeben werden könnten, während die übrigen Geiseln für lange Zeit in Gaza bleiben müssten, wenn die Verhandlungen platzen sollten. im

Vorwurf

»Kult-Rabbi« aus Meron verhaftet

Ein Gemeindeführer der Breslov-chassidischen Bewegung soll seine Autorität für sexuelle Übergriffe missbraucht haben

von Sabine Brandes  08.05.2026

Gesellschaft

Regierung will Rückkehrrecht ändern

Entsprechend des Entwurfs sollen künftig nur noch orthodoxe Übertritte zum Judentum anerkannt werden

von Sabine Brandes  08.05.2026

Tel Aviv

Erster Hantavirus-Fall in Israel registriert

Die betroffene Person soll sich vor mehreren Monaten während eines Aufenthalts in Osteuropa angesteckt haben

 08.05.2026

Jerusalem

Bennett verklagt Ministerin und Fernsehsender wegen Behauptungen über psychische Erkrankung

Der Oppositionspolitiker fordert laut israelischen Medienberichten Schadenersatz in Höhe von zwei Millionen Schekel (0,59 Millionen Euro)

 08.05.2026

Jerusalem/Washington D.C./Ankara

Israel und USA wollen neue Gaza-Flottille stoppen, bitten Türkei um Hilfe

Konkret geht es demnach um 15 Boote, die sich in türkischen Häfen befinden und Teil der sogenannten »Global Sumud Flotilla« werden sollen

 08.05.2026

Meinung

LMU München: Ein Abschiedsbrief an meine geliebte Alma Mater

Ein Liebesbrief aus Enttäuschung an eine Universität, die sich selbst zu verlieren droht

von Guy Katz  08.05.2026

Tel Aviv

Sirenen und Schlagzeilen

Unsere Israel-Korrespondentin Sabine Brandes über das Arbeiten im Ausnahmezustand

von Sabine Brandes  07.05.2026

Redaktion

Die Menschen hinter der Jüdischen Allgemeinen

Wer textet und redigiert, gestaltet, illustriert und organisiert heute die Jüdische Allgemeine? 18 Menschen, neun Ressorts – wir stellen uns vor

 07.05.2026

Essay

Brandbeschleuniger Hass auf Israel: Der Gesetzgeber darf nicht länger wegschauen

Wer auf unseren Straßen »Tod Israel« ruft, kann bislang in der Regel ohne strafrechtliche Konsequenzen bleiben. Das zermürbt die Demokratie

von Volker Beck  07.05.2026