Videobotschaft

Netanjahu lobt Trump-Plan – klare Absage an Palästinenserstaat

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu im Weißen Haus Foto: picture alliance / abaca

Benjamin Netanjahu hat in einer Videobotschaft aus Washington den von Donald Trump vorgestellten Plan zur Beendigung des Gaza-Krieges gelobt. Zuvor war der israelische Ministerpräsident gemeinsam mit dem US-Präsidenten vor die Presse getreten und hatte dem Konzept öffentlich zugestimmt.

»Es war ein historischer Besuch«, sagte Netanjahu. »Anstatt dass uns die Hamas isoliert, haben wir die Lage umgedreht und die Hamas isoliert. Jetzt übt die ganze Welt, einschließlich der arabischen und muslimischen Staaten, Druck auf die Hamas aus, die Bedingungen anzunehmen, die wir gemeinsam mit Trump festgelegt haben – die Rückkehr aller Geiseln, der Lebenden und der Toten – während die IDF im Gazastreifen bleibt.«

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Mit dieser Formulierung ging Netanjahu über den veröffentlichten Text des Plans hinaus. Laut dem Dokument aus dem Weißen Haus ist vorgesehen, dass die israelische Armee schrittweise abzieht und eine internationale Sicherheitsmission übernimmt. Ein dauerhafter Verbleib der IDF ist nicht vorgesehen.

Gefragt, ob er sich im Gegenzug mit der Schaffung eines Palästinenserstaates einverstanden erklärt habe, reagierte Netanjahu entschieden: »Ganz bestimmt nicht. Das steht nicht in der Vereinbarung.« Ein solcher Staat wäre nach seinen Worten ein »riesiger Preis für den Terror«. Trump teile diese Auffassung, so der Premier.

Lesen Sie auch

Auch hier gibt es Unterschiede zwischen Netanjahus Darstellung und den veröffentlichten Punkten. Denn in Punkt 19 des Papiers heißt es, dass nach einem Wiederaufbau Gazas und Reformen der Palästinensischen Autonomiebehörde die Voraussetzungen für eine »glaubwürdige Perspektive auf Selbstbestimmung und Staatlichkeit« gegeben sein könnten. im

Jerusalem

Justizgutachten zu Netanjahus Gnadengesuch fertig

Präsident Herzog muss über den Antrag entscheiden. Ein Termin steht bisher nicht fest

 12.03.2026 Aktualisiert

Jerusalem

Nach 200 Terror-Raketen: Katz droht Libanon

Der Verteidigungsminister: »Ich habe den Präsidenten des Libanon gewarnt, dass wir das Gebiet selbst einnehmen, wenn die libanesische Regierung nicht in der Lage ist, das Territorium zu kontrollieren.«

 12.03.2026

Israel

Dating im Bunker

Neue Apps sollen den Krieg erträglicher machen

von Sabine Brandes  12.03.2026

Gesellschaft

Zwischen den Welten – der Tod von Maher Khatar

Warum die militärische Beerdigung des gefallenen drusischen Reservisten aus Majdal Shams ein historischer Moment ist

von Sabine Brandes  12.03.2026

Jerusalem

Begnadigung für Netanjahu: Justizministerium äußert »erhebliche Bedenken«

Das Fehlen eines Schuldeingeständnisses könnte eine Begnadigung verhindern. Und dies ist nur eines von mehreren Problemen

 12.03.2026

Petach Tikva

Streubomben-Opfer: Getöteter Bauarbeiter beigesetzt

»Du hast dich immer um mich gekümmert, du warst immer bei mir. Ich verspreche, dich nicht zu enttäuschen«, sagt einer der Söhne von Amid Mortozov

 12.03.2026

Nahost

Iran und Hisbollah starten koordinierte Angriffe auf Israel – Raketenalarm im ganzen Land

Die Lage im Überblick

 12.03.2026

Kommentar

Chamenei und die VIP-Lounge im Paradies

»VIP?«, fragt ein Engel durch den Türspalt. »Gewiss. Ich bin der Erhabene Führer«, sagt er ungeduldig

von Louis Lewitan  12.03.2026

Krieg

Hisbollah feuert rund 150 Raketen auf Nordisrael

Israel bereitet sich Berichten zufolge auf noch heftigere Angriffe in der Nacht vor

 11.03.2026