Nach einem Tag ohne Präsenzunterricht sind Israels Schulen und Kindergärten heute wieder geöffnet. Die Entscheidung fiel, nachdem Israel und Iran angekündigt hatten, ihre Angriffe vorerst einzustellen. Daraufhin hob das Heimatschutzkommando der Armee die landesweiten Einschränkungen auf. Israelische Medien berichteten, darunter »The Times of Israel«.
Noch wenige Stunden zuvor hatte Bildungsminister Joav Kisch erklärt, der reguläre Unterricht werde erst am Mittwoch wieder aufgenommen. Die veränderte Sicherheitslage führte jedoch zu einer kurzfristigen Kehrtwende. Seit 6 Uhr sind Bildungsangebote im ganzen Land wieder erlaubt. Die für diese Woche angesetzten Abiturprüfungen bleiben allerdings abgesagt.
Die kurzfristige Schließung der Bildungseinrichtungen am Montag hatte bei vielen Familien für Ärger gesorgt. Während Schulen und Kindergärten geschlossen blieben, konnten zahlreiche Arbeitsplätze weiter betrieben werden, sofern Schutzräume rechtzeitig erreichbar waren. Arbeitgebern wurde zudem empfohlen, Heimarbeit zu ermöglichen, wo dies praktikabel ist.
Betreuung der Kinder
Viele Eltern sahen sich dadurch gezwungen, innerhalb weniger Stunden Lösungen für die Betreuung ihrer Kinder zu organisieren. Dieses Problem führte zu Beschwerden bei der Regierung. Bereits während früherer Phasen des Krieges mit dem Iran hatten sie über Wochen ähnliche Herausforderungen bewältigen müssen.
In den Gemeinden entlang der libanesischen Grenze gelten auch nach der Wiederöffnung besondere Vorschriften. Dort muss Unterricht in unmittelbarer Nähe von Schutzräumen stattfinden. Zudem bleiben Versammlungen beschränkt: Im Freien dürfen sich höchstens 100 Menschen treffen, in geschlossenen Räumen maximal 400.
Während der jüngsten Kriegsphase mit dem Iran waren zunächst sowohl Schulen als auch die meisten nicht existenziellen Arbeitsplätze geschlossen worden. Erst etwa eine Woche nach Beginn der Kämpfe durften Unternehmen unter bestimmten Sicherheitsvoraussetzungen den Betrieb wieder aufnehmen. im