Jerusalem

Minister Chikli verweigert YouTuber Tyler Oliveira Einreise nach Israel

Amichai Chikli, Minister für Diaspora-Angelegenheiten Foto: Copyright (c) Flash 90 2026

Der umstrittene amerikanische YouTuber Tyler Oliveira darf nicht nach Israel einreisen. Israels Diaspora-Minister Amichai Chikli bestätigte am Montag entsprechende Berichte und begründete die Entscheidung mit antisemitischen Inhalten des Influencers. Israelische Medien, darunter »The Jerusalem Post«, berichteten.

Chikli erklärte, Oliveira sei mit dem »Ziel gekommen, Hass zu verbreiten«. Der Minister reagierte damit auch auf einen älteren Social-Media-Beitrag des YouTubers, in dem dieser gefragt hatte: »Glaubt ihr, Israel wird mich ins Land lassen?« Chiklis knappe Antwort lautete: »Nein.«

Oliveira war in den vergangenen Monaten wegen mehrerer Videos über orthodox-jüdische Gemeinden in den USA in die Kritik geraten. In Beiträgen über Kiryas Joel im Bundesstaat New York sowie Lakewood in New Jersey behauptete er, dort weit verbreiteten Betrug und Korruption aufgedeckt zu haben. Die Videos erreichten jeweils Millionen Zuschauer.

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Vertreter jüdischer Organisationen warfen Oliveira daraufhin vor, antisemitische Klischees zu bedienen und religiöse jüdische Gemeinschaften pauschal als korrupt darzustellen.

Das israelische Ministerium für Diaspora-Angelegenheiten und den Kampf gegen Antisemitismus erklärte laut israelischen Medien, Oliveiras Aktivitäten gingen »über legitime Meinungsfreiheit hinaus«. Demnach habe der YouTuber »hetzerische Aussagen gegen Juden« verbreitet und Inhalte mit antisemitischen Merkmalen veröffentlicht.

Kurz vor dem Vorfall hatte Oliveira dem umstrittenen US-Moderator Tucker Carlson ein Interview gegeben. Carlson selbst hatte Anfang des Jahres behauptet, bei seiner Ankunft in Israel festgehalten worden zu sein, als er ein Gespräch mit dem amerikanischen Botschafter Mike Huckabee führen wollte. Sowohl Huckabee als auch israelische Stellen wiesen diese Darstellung damals zurück.

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Unterstützung erhielt Chikli unter anderem von der rechtsgerichteten jüdischen Aktivistin Laura Loomer. Sie veröffentlichte mehrere Beiträge, in denen sie Aussagen des Ministers zitierte. Chikli teilte mindestens einen dieser Beiträge.

Darin wurde der Minister mit den Worten zitiert: »Ich bin stolz darauf, heute einem bedauerlichen YouTuber die Einreise nach Israel verweigert zu haben, der die Belästigung von Juden nutzt, um in sozialen Medien Aufmerksamkeit zu bekommen.«

Weiter hieß es: »Wenn Sie mit der Absicht nach Israel kommen, Gewalt und Hass gegen Juden zu schüren, wird Ihnen die Einreise in unser Land nicht gestattet.«

Israel hatte in den vergangenen Jahren bereits mehrfach ausländischen Aktivisten und Politikern die Einreise verweigert. Betroffen waren unter anderem »israelkritische« amerikanische Abgeordnete wie Ilhan Omar und Rashida Tlaib sowie Unterstützer der antisemitischen BDS-Bewegung. im

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