»Gaza-Flottille«

Israel schiebt zwei Gaza-Aktivisten ab

Die Schiffe der Flottille legten am 26. April von Sizilien ab. Foto: picture alliance / Anadolu

Israel hat zwei Aktivisten abgeschoben, die nach dem Stopp der Gaza-Hilfsflotte nach Israel gebracht worden waren. Dies sei geschehen, nachdem die Ermittlungen gegen den Spanier Saif Abu Keschek und den Brasilianer Thiago Ávila abgeschlossen worden seien, teilte ein Sprecher des israelischen Außenministeriums auf der Plattform X mit. Ihnen wurde Provokation vorgeworfen. Israel werde »keinen Verstoß gegen die rechtmäßige Seeblockade des Gazastreifens zulassen«. Weitere Details zur Abschiebung wurden zunächst nicht mitgeteilt. 

Die beiden Aktivisten waren vor mehr als einer Woche nach Israel gebracht worden. Die Menschenrechtsorganisation Adalah, die die beiden vor Gericht vertrat, sprach von ihrer »rechtswidrigen Entführung«. Israel warf Abu Keschek, der palästinensische Wurzeln hat, Verbindungen zur Terrororganisation Hamas im Gazastreifen vor. Spanien forderte seine sofortige Freilassung. Ávila wurden »illegale Aktivitäten« vorgeworfen.

Flottille in internationalen Gewässern gestoppt

Die israelische Marine hatte am 30. April bei Kreta mehr als 20 Schiffe der »Global Sumud Flotilla« in internationalen Gewässern abgefangen und nach eigenen Angaben 175 Menschen festgenommen. Griechenland nahm die meisten von ihnen auf und organisierte ihre Rückreise in die Herkunftsländer.

Mehrere EU-Staaten, darunter auch Deutschland, äußerten Zweifel an der Vereinbarkeit des Stopps in internationalen Gewässern mit dem Völkerrecht. Israel betonte, das Vorgehen gegen die Aktivisten stehe im Einklang mit dem Völkerrecht.

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Die sogenannte »Global Sumud Flotilla« wollte sich nach Angaben der Organisatoren im türkischen Hafen Marmaris neu formieren. Wann die Aktivisten erneut mit Hilfsgütern von Marmaris aus in Richtung Gazastreifen auslaufen wollen, blieb zunächst unklar.

Die Aktivisten wollten erneut versuchen, die seit 2007 bestehende israelische Seeblockade des Gazastreifens, die auch von Ägypten mitgetragen wird, zu durchbrechen und Hilfsgüter in die Konfliktregion zu bringen. dpa/ja

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