Im Norden Israels ist es zu neuen Angriffen aus dem Libanon gekommen. Die israelische Armee meldete am Freitag Raketenbeschuss auf die Regionen Westgaliläa und die Bucht von Haifa sowie mehrere Drohnenattacken gegen israelische Soldaten.
Zuvor hatte die Armee bereits gewarnt, dass in den kommenden Stunden mit Vergeltungsangriffen der Hisbollah zu rechnen sei. Hintergrund ist ein israelischer Luftangriff in Beirut, bei dem am Mittwoch der Kommandeur der zu der Terrororganisation gehörenden Eliteeinheit Radwan getötet worden war.
Wenig später heulten in Teilen Nordisraels die Sirenen. Nach Angaben der Armee feuerte die Hisbollah mehrere Raketen aus dem Libanon ab. Eine Rakete sei von der Luftabwehr abgefangen worden, die übrigen in offenem Gelände eingeschlagen. Verletzte habe es dabei nicht gegeben.
Die Armee bezeichnete den Beschuss als »einen weiteren Verstoß gegen die Waffenruhe-Vereinbarungen durch die Hisbollah-Terrororganisation«. Neben dem Raketenfeuer kam es zu mehreren Drohnenangriffen. Nach Militärangaben wurden dabei insgesamt drei israelische Soldaten verletzt, einer von ihnen schwer.
Bei einem Vorfall explodierte eine mit Sprengstoff beladene Drohne nahe der Grenze auf israelischem Gebiet. Ein Soldat erlitt schwere, ein weiterer mittelschwere Verletzungen. Bei einem anderen Angriff wurden mehrere Drohnen gegen israelische Kräfte im Südlibanon eingesetzt. Dabei wurde ein weiterer Soldat mittelschwer verletzt. Die Verletzten wurden laut Armee in Krankenhäuser gebracht. Ihre Familien wurden informiert.
Darüber hinaus feuerte die Hisbollah im Verlauf des Tages weitere Raketen und Mörsergranaten auf israelische Truppen im Südlibanon ab. Die Armee erklärte, ein Geschoss sei abgefangen worden. Weitere Opfer habe es nicht gegeben. im