Laut einem Bericht des »Wall Street Journal« (WJS), der sich auf US-Beamte und weitere Insider beruft, hat Israel im vergangenen Februar heimlich einen Militärstützpunkt in der irakischen Wüste errichtet. Die israelische Armee lehnte eine Stellungnahme dazu ab.
Dieser Außenposten soll laut dem Bericht unmittelbar vor Beginn der kombinierten US-israelischen Luftschläge gegen den Iran ab dem 28. Februar entstanden sein und primär als logistisches Drehkreuz für die israelische Luftwaffe fungiert haben. Neben der Versorgung dienten die Anlagen auch als Basis für Spezialeinheiten sowie Rettungsteams, die darauf vorbereitet waren, im Notfall abgestürzte Piloten aus feindlichem Gebiet zu evakuieren.
Um die Existenz dieses geheimen Standorts zu schützen, nutzte Israel offenbar auch direkte Gewalt gegen lokale Kräfte, wie WJS berichtet. Als irakische Einheiten dem Stützpunkt Anfang März gefährlich nahe kamen, wurden sie durch israelische Luftangriffe zurückgedrängt. Daraufhin sahen die Iraker offenbar von weiteren Untersuchungen der Gegend ab.
Standort gilt als strategisch ideal gelegen
Die geografische Wahl des Standorts – etwa 180 Kilometer südwestlich von Kerbela – gilt als strategisch ideal. Inmitten eines ausgetrockneten Seebeckens bot das weitläufige und kaum besiedelte Wüstengebiet den perfekten Schutz für eine verdeckte Landebahn, die inzwischen auch von OSINT-Analysten auf Satellitenbildern identifiziert wurde.
Flankiert wird der Bericht durch frühere, vage Aussagen des damaligen israelischen Luftwaffenchefs Tomer Bar, der bereits im März von »außergewöhnlichen Missionen« seiner Spezialeinheiten sprach, die die menschliche Vorstellungskraft übersteigen würden. Die israelischen Sicherheitsbehörden, insbesondere der Auslandsgeheimdienst Mossad, sind für ihre spektakulären Aktionen bekannt. ja