Israelische Nachwuchswissenschaftler haben bei den diesjährigen internationalen Olympiaden in Physik, Biologie und Chemie insgesamt 13 Medaillen gewonnen – darunter fünf Goldmedaillen. Die Wettbewerbe fanden im Juli in verschiedenen Ländern statt, an denen Schüler aus mehr als 90 Staaten teilnahmen. Auch »The Jerusalem Post« berichtete.
Besonders erfolgreich war das israelische Physik-Team bei der Internationalen Physik-Olympiade in Kolumbien. Die Delegation gewann dort fünf Medaillen. Die Zehntklässlerin Ruth Kozlovsky sicherte sich Gold, während die Zwölftklässler Noam Fleissig, Ahaya Kellner, Eitan Rotman und Elad Agmon jeweils mit Silber ausgezeichnet wurden.
Die Teilnehmer mussten zwei Prüfungen absolvieren: ein praktisches Experiment zur Thermodynamik sowie eine theoretische Klausur mit Themen aus Bereichen wie Optik, Teilchenphysik und Kernphysik. Auf den Wettbewerb vorbereitet wurde das Team am Jusidman Science Center for Youth der Ben-Gurion-Universität im Negev. Die wissenschaftliche Leitung hatte Oleg Krichevsky, als Cheftrainer fungierte Pavel Radzivilovsky.
Beleg für Qualität
Der Präsident der Ben-Gurion-Universität, Daniel Chamovitz, würdigte den Erfolg der Schüler als Beleg für die Qualität der israelischen naturwissenschaftlichen Ausbildung. Der Erfolg des Physik-Teams in Kolumbien sei »ein klarer Beweis für das hohe Niveau der Wissenschaftsausbildung in Israel«, erklärte er.
Auch bei der Internationalen Biologie-Olympiade in Litauen konnte Israel überzeugen. Fast 80 Länder nahmen an dem Wettbewerb teil. Die israelischen Teilnehmer, die an der Universität Tel Aviv trainiert hatten, gewannen vier Medaillen, darunter zweimal Gold.
Olga Besova und Yehuda Lester belegten die Spitzenplätze und erhielten Goldmedaillen. Yarden Hoch und Saar Paperni wurden mit Bronze ausgezeichnet. Die Prüfungen umfassten sowohl praktische als auch theoretische Aufgaben. Dabei ging es unter anderem um Molekularbiologie, Biochemie, Pflanzen- und Tierwissenschaften sowie Genetik und Zellbiologie.
Organisch und anorganisch
Vier weitere Medaillen kamen bei der Internationalen Chemie-Olympiade in Usbekistan hinzu. Dort traten Schüler aus mehr als 90 Ländern gegeneinander an. Itamar Ben Shmuel und Yogev Cohen Ben Zaken, beide Zwölftklässler, gewannen Gold. Yehonadav Marienberg und Daniel Granovsky erhielten Silber.
Das Chemie-Team bereitete sich am Technion in Haifa unter Leitung von Chefmentor Eyal Barnea und Mentor Yury Andreev vor. Die Teilnehmer mussten theoretische Aufgaben aus der physikalischen, organischen und anorganischen Chemie lösen und ihr Wissen zusätzlich in Laborversuchen unter Beweis stellen.
Zeev Gross, wissenschaftlicher Leiter des israelischen Chemie-Teams, lobte die Schüler für ihren Einsatz: »Wir haben das Land mit großer Ehre vertreten und dank eurer Leistungen enorme Anerkennung erhalten: zwei Goldmedaillen, zwei Silbermedaillen und Platz acht in der weltweiten Rangliste. Deshalb danke ich euch und gratuliere euch allen.«
Langfristige Förderung
Bildungsminister Yoav Kisch hob die Bedeutung der Erfolge hervor. »In etwas mehr als einer Woche haben Israels Teams 13 olympische Medaillen in drei verschiedenen Wissenschaftsbereichen gewonnen«, sagte er. Dies zeige die »Tiefe der Exzellenz, die hier über viele Jahre aufgebaut wurde«, sowie die kontinuierlichen Investitionen in die Förderung naturwissenschaftlicher Bildung.
Die Teilnahme an den Wettbewerben wird vom Maimonides Fund Future Scientists Center gemeinsam mit dem Bildungsministerium und verschiedenen akademischen Einrichtungen unterstützt. Ziel ist es, besonders begabte Schüler langfristig zu fördern. im