Israel hat aktuelle Statistikdaten zur muslimischen Bevölkerung im Land veröffentlicht und dabei vor allem Entwicklungen im Bildungsbereich hervorgehoben. Die Angaben wurden über den offiziellen arabischsprachigen X-Account des Staates Israel verbreitet und basieren auf Zahlen des Zentralamts für Statistik.
Die Veröffentlichung fiel zeitlich mit dem islamischen Opferfest Eid al-Adha zusammen und gibt einen Überblick über demografische und gesellschaftliche Entwicklungen innerhalb der muslimischen Bevölkerung in Israel.
Demnach wuchs die muslimische Bevölkerung im Land zuletzt um rund 1,8 Prozent und macht knapp ein Fünftel der Gesamtbevölkerung aus. Ein großer Teil lebt in Jerusalem. Insgesamt besuchen laut den veröffentlichten Daten etwa 409.000 muslimische Schülerinnen und Schüler israelische Bildungseinrichtungen.
Besonders hervorgehoben wurde die schulische Leistung: Mehr als drei Viertel der Schülerinnen und Schüler erreichen demnach die Berechtigung zum Bagrut-Abschluss, dem israelischen Äquivalent zum Abitur. Gleichzeitig studieren rund 50.000 muslimische Israelis an Hochschulen im Land.
Auffällig ist laut den veröffentlichten Angaben vor allem die Entwicklung bei jungen Frauen. Muslimische Studentinnen sind demnach im ersten Hochschulstudium mehr als doppelt so häufig vertreten wie ihre männlichen Kommilitonen. In der Veröffentlichung wurde dieser Unterschied als »überraschend« bezeichnet.
Neben dem Bildungsbereich wurden auch Daten zur Erwerbsbeteiligung genannt. Etwas mehr als die Hälfte der muslimischen Bevölkerung ist demnach im Arbeitsmarkt aktiv. Dabei zeigen sich erneut deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Männer sind in diesem Bereich weiterhin klar überrepräsentiert und liegen um mehr als 50 Prozent vor den Frauen. im