Jerusalem/Beirut

Israel meldet Tötung von Hisbollah-Kommandeur im Südlibanon

Ein zerstörtes Gebäude im südlibanesischen Ort Ansar, der am Samstag Ziel eines israelischen Luftangriffs war Foto: picture alliance / Anadolu

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben den ranghohen Kommandeur der libanesischen Hisbollah-Terrormiliz Abu Hassan Alaa gezielt getötet. Der Befehlshaber sei am Samstag bei einem Angriff in Deir al-Sahrani im Südlibanon getroffen worden. Aus dem Ort waren nach offiziellen libanesischen Angaben vier Tote und 17 Verletzte gemeldet worden. Von der Hisbollah gab es zunächst keine offizielle Mitteilung zur Tötung des Kommandeurs. 

Nach Darstellung der israelischen Armee handelte es sich bei dem Angriff um eine »Reaktion auf Einsätze der Hisbollah gegen israelische Soldaten in der Sicherheitszone«. Bei dem Angriff einer mit Sprengstoff beladenen Drohne seien am Ali-al-Taher-Pass drei israelische Soldaten schwer verletzt worden.

Der getötete Kommandeur sei in der Vergangenheit an mehreren Angriffen auf israelische Soldaten beteiligt gewesen, darunter mit Sprengstoffdrohnen, hieß es.

Lesen Sie auch

Insgesamt waren am Samstag bei zwei israelischen Luftangriffen im Südlibanon nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Beirut mindestens elf Menschen getötet und 19 verletzt worden. Bei einem Angriff auf den Ort Ansa soll laut Militärangaben ein Kommandeur einer Hisbollah-Eliteeinheit getötet worden sein. Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam erklärte auf X, es handele sich bei den Angriffen um eine »äußerst ernste Angelegenheit«, die Bemühungen zur Stabilisierung untergrabe. dpa/ja

Deutschland

Schoa-Überlebende und Antisemitismusbeauftragte rechnen mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und Maha El Hissy ab

Die Hintergründe

 09.09.2026 Aktualisiert

Kommentar

Warum der Börsenverein des Deutschen Buchhandels nie wieder »Nie wieder!« sagen sollte

Wer Antisemitismus nur dort bekämpft, wo es bequem ist, bekämpft ihn nicht – und wer wie im Fall Maha El Hissy konkrete Vorwürfe nicht ernsthaft prüfen will, sollte aufhören, zu erklären, wie ernst er diesen Kampf nimmt

von Andreas Büttner  09.09.2026 Aktualisiert

Verteidigung

Nach Deal über VW-Werk: Israelische Rüstungsunternehmen wollen noch mehr in Deutschland investieren

Rafael und Elbit wollen die deutsch-israelische Zusammenarbeit bei der Produktion von Abwehrraketen und anderem Militärgerät erheblich ausweiten. Covenant will in Sachsen Marschflugkörper produzieren

 09.09.2026

Nachrichten

Basketball, Ärzte, Straßenbahn

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  09.09.2026

Mascha Malburg und Joshua Schultheis

In eigener Sache

Mascha Malburg und Joshua Schultheis werden mit dem Georg-Stefan-Troller-Preis ausgezeichnet

Die Redakteurin der Jüdischen Allgemeinen und der freie Mitarbeiter erhalten die Auszeichnung für ihre Interviewreihe mit Juden aus Deutschland

 09.09.2026

Tourismus

Chinesische Influencer für Israel

Vor dem Krieg reisten jährlich rund 150.000 Besucher aus dem Reich der Mitte in den jüdischen Staat. Die Regierung versucht nun, diese Zielgruppe zurückzugewinnen

von Sabine Brandes  09.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  09.09.2026

26. Knesset

Die Unentschiedenen könnten die Wahl entscheiden

38 Parteien treten zur Knesset-Wahl an. Umfragen zufolge herrscht zwischen den Blöcken um Premier Netanjahu und der Opposition ein enges Patt

von Sabine Brandes  09.09.2026

Taglit

Emotionales Bootcamp mit Lior Raz

Israels Superstar kam kurz vor dem Start der fünften »Fauda«-Staffel nach Berlin, um sich für »Birthright« starkzumachen. Und für einen optimistischeren jüdischen Staat

von Sophie Albers Ben Chamo  09.09.2026