Beirut

USA: Erste Schritte bei »Pilotzonen« im Südlibanon

Israelische Soldaten patrullieren am Montag im Süd-Libanon Foto: copyright (c) Flash90 2026

In drei Ortschaften im Südlibanon haben erste Maßnahmen zur Umsetzung einer zwischen Israel und dem Libanon vereinbarten Sicherheitsregelung begonnen. Sogenannte Pilotzonen sei gemäß einem trilateralen Rahmenabkommen in den Orten Frun, Srifa und Sautar al-Gharbija etabliert worden, teilte das US-Außenministerium mit. Die US-Regierung wolle weiterhin mit beiden Parteien zusammenarbeiten, um das Rahmenabkommen umzusetzen, hieß es weiter.

In den sogenannten Pilotzonen sollen die libanesischen Streitkräfte die Kontrolle übernehmen und die Hisbollah entwaffnen, während sich die israelische Armee gleichzeitig schrittweise zurückzieht. Die Pilotzonen sollen zeigen, ob dieser Ablauf in der Praxis funktioniert, bevor das Vorgehen auf weitere Gebiete ausgeweitet wird.

Aus Israel und dem Libanon gab es zunächst keine Bestätigung für den Schritt. Erst am Abend hieß es in einer Mitteilung des Militärs, das Programm sei am Montag gestartet worden. Im Rahmen des Pilotprojekts koordinierten und planten Teams der israelischen Streitkräfte, des US-Militärs und der libanesischen Streitkräfte die weitere Umsetzung des Abkommens, hieß es darin. Auf jeden Verstoß gegen das Abkommen werde energisch reagiert werden.

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An diesem Dienstag wird Libanons Präsident Joseph Aoun zu einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus erwartet. Aoun hatte sich zuvor von dem Treffen einen Abzug israelischer Truppen aus dem Südlibanon versprochen.

Beide Länder hatten sich Ende Juni nach jahrzehntelangem Kriegszustand auf einen Weg zu Frieden und Sicherheit geeinigt. Ein Rahmenabkommen verpflichtet Israel - anders als von der iranischen Führung und der libanesischen Terrororganisation Hisbollah gefordert – erst dann zum vollständigen Rückzug aus dem Südlibanon, wenn nichtstaatliche Gruppen wie die Hisbollah entwaffnet sind.

Die Hisbollah lehnt die Vereinbarung ab. Sie war nicht an den Verhandlungen beteiligt, die in dem Abkommen vorgesehene Entwaffnung weist sie strikt zurück. dpa/ja

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