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Sachsen-Anhalt

Empörung über AfD-Spitzenmann Siegmund wegen Rüstungsaussage 

Ulrich Siegmund ist Vorsitzender der rechtsextremistischen AfD in Sachsen-Anhalt. Foto: picture alliance / Chris Emil Janßen

Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat die Produktion von Rüstungsgütern in einen Zusammenhang mit der angestrebten Abschiebeoffensive gebracht - und damit scharfe Kritik ausgelöst. »Die Äußerungen von Ulrich Siegmund markieren eine neue Qualität«, sagte die Fraktionsvorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Katja Pähle. »Wer bei der angekündigten Massenausweisung von Menschen aus Sachsen-Anhalt ausgerechnet Rüstungsgüter ins Spiel bringt, spricht über Gewalt als Mittel der Politik.«

Auch das BSW, das sich nach bisherigem Bekunden eine Zusammenarbeit mit der AfD projekt- und themenbezogen vorstellen konnte, äußerte sich scharf. Die AfD unterstütze Hochrüstung und »rechtfertigt die Ansiedlung des israelischen Rüstungskonzerns Elbit mit dem Einsatz von Rüstungstechnik für «Remigration»«, schrieb der Co-Bundesvorsitzende Fabio De Masi. »Das zeigt die wollen gar nicht regieren und suchen verzweifelt einen Ausweg durch Provokation.«

Nach der konstituierenden Fraktionssitzung der AfD im Magdeburger Landtag hatte Siegmund am Donnerstag auf die Frage eines Journalisten nach der geplanten Ansiedlung eines israelischen Rüstungskonzerns geantwortet: »Wir verteufeln nicht pauschal Produktion von Rüstungsgütern, weil wir bei (der) späteren Remigrations- und Abschiebeoffensive natürlich auch entsprechende Hilfsmittel brauchen. Natürlich auch im Sinne der inneren Sicherheit, der eigenen Stabilität und auch der Landesverteidigung.«

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Es sei im Einzelfall abzuwägen, sagte Siegmund weiter. »Wir wollen uns genau anschauen, was wird da produziert, unter welchen Bedingungen und laufen wir dadurch Gefahr, uns an fremden Konflikten zu beteiligen? Dann sehen wir das mehr als kritisch.«

Pähle sagte, dies sei keine missverständliche Formulierung, sondern eine politische Drohung. Hier zeige sich die hässliche Fratze einer Politik, deren Sprache und Vorstellungen erneut an totalitäre Vorbilder erinnerten. Zugleich forderte die SPD-Fraktionsvorsitzende eine Aussage des BSW zu den Aussagen. Das Bündnis Sahra Wagenknecht in Sachsen-Anhalt hatte mitgeteilt, sich projekt- und themenbezogen eine Zusammenarbeit mit der AfD vorstellen zu können. dpa

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