Nahost

Iran weitet Angriffe aus: Luftalarm im Norden Israels

Im israelischen Arad richtete ein iranischer Raketenangriff erhebliche Schäden an. 115 Personen wurden bei dem Einschlag verletzt. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Die militärische Eskalation zwischen Israel und dem Iran hält an ihrem 24. Tag unvermindert an. In der Nacht und am frühen Morgen kam es erneut zu Raketenangriffen des iranischen Regimes auf israelisches Gebiet, während die israelischen Streitkräfte gleichzeitig ihre Offensive gegen Ziele in Teheran ausweiteten.

Nach Angaben der israelischen Streitkräfte (IDF) wurde ein weiterer iranischer Raketenangriff registriert, der in weiten Teilen Nordisraels Luftalarm auslöste. Sirenen heulten unter anderem in Ortschaften nahe der libanesischen Grenze. Auch in den Grenzorten Manara, Margaliot und Metula wurde die Bevölkerung gewarnt.

Bereits zuvor hatte eine Angriffswelle aus dem Iran Teile Zentralisraels erreicht. Rettungskräfte berichteten von mehreren Einschlägen, die offenbar durch Splitter oder Submunition verursacht wurden.

Infrastruktur des Regimes

Trotz Schäden an Gebäuden blieb die Lage vergleichsweise glimpflich: »Es gibt keine Berichte über Verletzte«, teilte der Rettungsdienst mit. Einsatzkräfte waren dennoch im Großeinsatz, um mögliche Einschlagsorte zu überprüfen und Gefahren zu beseitigen.

Lesen Sie auch

Parallel zu den Raketenangriffen meldete das israelische Militär eine neue, umfangreiche Angriffswelle auf Ziele in der iranischen Hauptstadt. Man habe eine »großangelegte« Serie von Luftschlägen gegen Infrastruktur des iranischen Regimes durchgeführt, hieß es.

Details zu den getroffenen Einrichtungen wurden zunächst nicht genannt. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass erneut militärische und strategische Einrichtungen im Fokus standen.

Verletzter in VAE

Die Auswirkungen der Angriffe sind weiterhin auch über Israel hinaus spürbar. In den Vereinigte Arabische Emirate wurde ein Mensch durch herabfallende Trümmerteile verletzt, nachdem eine Rakete abgefangen worden war. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe eines militärischen Areals in Abu Dhabi.

Auch andere Staaten der Region reagierten mit Alarmmaßnahmen: In Bahrain und Kuwait wurden Warnsysteme aktiviert. Saudi-Arabien meldete zudem die Zerstörung mehrerer Drohnen im ölreichen Osten des Landes. im

TV-Tipp

Der Elvis der Violine

Ivri Gitlis ist ein Phantom. Er bespielte mit seiner Geige die großen Bühnen und musizierte mit den Stars der Musikbranche. Seinen Namen kennen heute aber nur die wenigsten. Eine Arte-Doku begibt sich auf Spurensuche

von Manfred Riepe  18.04.2026

Kommentar

Hätte er doch einfach geschwiegen

Michael Schulte ist der erfolgreichste deutsche Teilnehmer des ESC der letzten Jahre. Und Schulte ist ein geschichtsbewusster Künstler. Umso befremdlicher sind seine Einlassungen zu Israel

von Daniel Killy  18.04.2026

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Wir Juden sollten uns nicht verstecken. Wir sollten offen, laut und stolz sein - auch und insbesondere auf den jüdischen Staat

von Daniel Neumann  17.04.2026

Medien

Ex-»Welt«-Chefredakteur Burgard bei Springer künftig für Nahost zuständig

Burgard folgt auf Constantin Schreiber, der ab dem 1. Mai von Deutschland aus arbeitet

 17.04.2026

Herzliya

Studie: Mit diesen Methoden mehr Erfolg auf Dating-Apps

Eine wichtige Erkenntnis der Untersuchung: Es kommt weniger darauf an, was man über sich preisgibt, als wie man es tut

 17.04.2026

Umfrage

Waffenruhen mit Iran und Hisbollah: Israelis pessimistisch

Weniger als 40 Prozent sagen, sie hätten die erfolgten Militäreinsätze unterstützt, wenn ihnen die Entwicklungen im Voraus bekannt gewesen wären

 17.04.2026

Studie aus Israel

KI treibt Arbeitslosigkeit bei Programmierern und Verkäufern nach oben

Bei Programmierern gehen zwischen 12 und 20 Prozent des jüngsten Anstiegs der Erwerbslosigkeit auf den Einsatz künstlicher Intelligenz zurück

 17.04.2026

Bildung im Krieg

Israel lockert Abiturprüfungen wegen Kriegslage – Sonderregeln für den Norden

Die Maßnahmen schließen eine »flexiblere Berechnung« von schulischen Leistungen mit ein

 17.04.2026

Nahost

Details zur Waffenruhe zwischen Israel und Libanon veröffentlicht

Ein Sechs-Punkte-Plan soll zunächst zehn Tage lang für Ruhe sorgen. Die Einzelheiten

von Imanuel Marcus  17.04.2026