Safed

Festgenommene Hisbollah-Terroristen in zivilem Krankenhaus in Nordisrael behandelt

Im März werden bei einem Hisbollah-Angriff verletzte Israelis ins Ziv Medical Center gebracht. Foto: Copyright (c) Flash 90 2026

Mindestens drei mutmaßliche Hisbollah-Terroristen sind nach ihrer Festnahme während der jüngsten Kämpfe zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Terrororganisation in einem israelischen Zivilkrankenhaus medizinisch versorgt worden. Das berichtet die Publikation »Times of Israel« unter Berufung auf mehrere Quellen mit direkter Kenntnis der Vorgänge.

Demnach wurden die Männer vor rund zwei Wochen im Ziv Medical Center in Safed behandelt. Während ihres Aufenthalts sollen sie gefesselt und mit verbundenen Augen in einem von Soldaten bewachten Raum untergebracht gewesen sein. Weder die israelische Armee (IDF) noch das Krankenhaus bestritten den Bericht. Beide Institutionen machten jedoch unter Verweis auf Sicherheits- und Datenschutzgründe keine Angaben zu einzelnen Patienten.

Die Armee erklärte, im vergangenen Jahr seien im Rahmen verschiedener Sicherheitsoperationen zahlreiche Personen festgenommen worden, die verdächtigt würden, an terroristischen Aktivitäten gegen israelische Zivilisten oder Soldaten beteiligt gewesen zu sein. Festgenommene würden medizinisch überwacht und bei Bedarf behandelt.

Medizinische Notwendigkeit

»Festgehaltene Personen, die medizinische Behandlung benötigen, werden von qualifiziertem medizinischem Personal der IDF versorgt. In bestimmten Fällen werden sie entsprechend der medizinischen Notwendigkeit zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser verlegt«, teilte das Militär dem Bericht zufolge mit.

Nach Angaben der Armee sorgen Sicherheitsmaßnahmen rund um die Uhr dafür, dass von den Gefangenen keine Gefahr für andere Patienten oder die Öffentlichkeit ausgeht. »Es bestehen Sicherheits- und Überwachungsmechanismen rund um die Uhr, um sicherzustellen, dass die Inhaftierten kein Sicherheitsrisiko für die umliegende Zivilbevölkerung darstellen.«

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Der Fall sorgt für Aufmerksamkeit, weil das israelische Gesundheitsministerium nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 entschieden hatte, gefangene Terroristen grundsätzlich nur in Einrichtungen der Armee oder des Strafvollzugs behandeln zu lassen. Allerdings wurde diese Regelung bereits mehrfach nicht strikt eingehalten und bezog sich vor allem auf Hamas-Mitglieder.

Syrische Drusin behandelt

Das Ziv Medical Center betonte, man halte sich an Gesetz, staatliche Vorgaben und medizinische Ethik. »Das Krankenhaus bietet jeder Person medizinische Versorgung, die zu ihm gebracht wird und deren Gesundheitszustand eine Behandlung erfordert – unabhängig von ihrer Identität, Religion, Nationalität oder den Umständen ihrer Verletzung.«

Auf Fragen, ob Mitarbeiter Einwände gegen die Behandlung von Hisbollah-Terroristen erhoben hätten oder ob andere Patienten informiert worden seien, ging das Krankenhaus nicht ein.

Nach Angaben einer weiteren Quelle der »Times of Israel« wurde in derselben Klinik kürzlich zudem eine junge syrische Drusin aus dem Grenzort Hader gemeinsam mit ihrer Mutter behandelt.

Die Armee verwies in diesem Zusammenhang auf Israels humanitäre Hilfe für syrische Zivilisten. »Die IDF leistet syrischen Zivilisten lebensrettende medizinische Hilfe entsprechend einer zuvor festgelegten Politik der politischen Führung und in Abstimmung mit allen zuständigen Stellen.« im

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