Washington/Rom

USA: Annäherung bei Gesprächen zwischen Libanon und Israel

Im Süd-Libanon ging Israel auch am Donnerstag gegen die Hisbollah vor. Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com


Bei einer neuerlichen Verhandlungsrunde zwischen dem Libanon und Israel haben die beiden Seiten US-Angaben zufolge Fortschritte gemacht. Die Gespräche in Rom auf technischer und fachlicher Ebene seien produktiv gewesen, teilte ein Sprecher des US-Außenministeriums mit. Man sei sich »nun deutlich näher« bei der Frage, was getan werden müsse, um die sogenannten Pilotzonen weiterzuführen und auszubauen.

Israel hat im Südlibanon Truppen stationiert und geht dort gegen die Hisbollah-Miliz vor. Die beiden Nachbarländer hatten sich in früheren Gesprächsrunden darauf verständigt, dass in sogenannten Pilotzonen die libanesischen Streitkräfte, die nicht Konfliktpartei sind, die Kontrolle übernehmen und die Hisbollah-Miliz entwaffnen, während sich die israelische Armee schrittweise aus dem Gebiet zurückzieht. Mitte Juli waren in den drei südlibanesischen Ortschaften Frun, Srifa und Sautar al-Gharbija derartige Pilotzonen eingerichtet worden.

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Vertreter der beiden Länder sind nun von Dienstag bis Donnerstag in der italienischen Hauptstadt zusammengekommen, um über die weitere Umsetzung ihres Sicherheitsabkommens zu sprechen. Dieses sieht sowohl den Rückzug israelischer Truppen aus dem Südlibanon als auch eine Entwaffnung der Hisbollah durch die libanesische Armee vor. Bei den Gesprächen in Rom sollte es um die »vollständige Umsetzung des Rahmenabkommens« gehen, das unter Vermittlung der USA zustande gekommen war.

Die Gespräche zwischen dem Libanon und Israel werden seit Mitte April geführt. Es sind die ersten direkten politischen Verhandlungen seit Jahrzehnten, offiziell befinden sich die beiden Länder im Kriegszustand und unterhalten keine diplomatischen Beziehungen miteinander. Ziel ist aktuell, die Waffenruhe im Konflikt zwischen Israel und der Terrororganisation Hisbollah zu festigen, die im Libanon lange wie ein Staat im Staate agierte. Die libanesische Regierung selbst ist keine Kriegspartei. Die USA vermitteln in den Gesprächen, an denen wiederum die Hisbollah nicht beteiligt ist. dpa

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