Nahost

Zwei israelische Reservisten bei Einsatz im Südlibanon getötet

Oberstabsfeldwebel Tamir Vaknin (33) und Major Harel Birkenstock (34) fielen im Libanon. Foto: IDF-Sprecher/Verteidigungsministerium

Bei einem Militäreinsatz im Südlibanon sind zwei Reservisten der israelischen Armee ums Leben gekommen. Nach Angaben der Streitkräfte wurden zudem vier weitere Soldaten schwer verletzt. Der Vorfall ereignete sich während einer Suchoperation in der Nähe von Madschdal Zun.

Bei den Getöteten handelt es sich um den 34-jährigen Major der Reserve Harel Birkenstock aus Efrat sowie den 33-jährigen Oberstabsfeldwebel der Reserve Tamir Vaknin aus Eilat. Die Namen der verletzten Soldaten wurden zunächst nicht veröffentlicht.

Israelischen Medien zufolge durchsuchte die Einheit Gebäude und Gelände, die zuvor noch nicht von der Armee kontrolliert worden waren. Während des Einsatzes betraten die Soldaten ein mit Sprengfallen präpariertes Haus. Ein Sprengsatz detonierte, woraufhin Teile des Gebäudes einstürzten. Einsatzkräfte eilten den unter den Trümmern eingeschlossenen Soldaten zu Hilfe. Birkenstock und Vaknin erlagen ihren Verletzungen, vier weitere Reservisten wurden in Krankenhäuser gebracht.

»Engagement und Hingabe«

Verteidigungsminister Israel Katz sprach den Familien der Gefallenen sein Beileid aus. Er würdigte den Einsatz der beiden Reservisten. »Harel und Tamir hinterlassen Familien und ein erfülltes Leben, dennoch widmeten sie sich ihrem Reservedienst mit Engagement, Hingabe und einem tiefen Pflichtbewusstsein. Sie fielen beim Einsatz für die Sicherheit des Staates Israel und seiner Bewohner im Norden.« Den vier Verwundeten wünschte der Minister eine schnelle Genesung.

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Die Stadtverwaltung von Eilat bezeichnete Vaknin in einer Trauererklärung als »einen der besten Söhne der Stadt«. Weiter hieß es: »Tamir seligen Angedenkens war ein Held Israels, das Salz der Erde, der mutig für die Verteidigung des Staates Israel kämpfte. Möge sein Andenken zum Segen sein.«

Der Vorsitzende des Regionalrats von Gusch Etzion, Jaron Rosenthal, gedachte Birkenstock. »Wir trauern um Harel, der in Gusch Etzion aufgewachsen ist und hier sein Zuhause aufgebaut hat«, erklärte er und sprach der Familie sein Mitgefühl aus. Zugleich verwies er darauf, dass die Reserve-Fallschirmjägerbrigade 55 an diesem Tag einen schweren Verlust erlitten habe.

Unterdessen setzte die israelische Armee ihre Angriffe auf Ziele der libanesischen Terrororganisation Hisbollah fort. Nach Angaben des Militärs richteten sich die Luftschläge gegen Einrichtungen der Miliz und seien eine Reaktion auf Verstöße gegen die geltende Waffenruhe gewesen. Weitere Angriffe wurden heute in den frühen Morgenstunden gemeldet. im

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