Bei zwei voneinander unabhängigen Anschlägen im Westjordanland ist ein israelischer Zivilist getötet worden, während die Armee bei einem weiteren Vorfall einen palästinensischen Angreifer erschossen hat. Als Reaktion auf die Eskalation kündigte der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu eine umgehende Verstärkung der Truppenpräsenz an.
Der erste Vorfall ereignete sich nahe der Siedlung Halamish, auch Neve Tzuf genannt. Ein etwa 30-jähriger Israeli wurde in seinem Auto schwer verletzt, als ein palästinensischer Angreifer plötzlich das Feuer auf Badegäste an einer natürlichen Wasserquelle eröffnete. Nach Polizeiangaben wurde das Opfer umgehend in ein Krankenhaus eingeliefert, erlag dort jedoch wenig später seinen schweren Verletzungen. Der Täter konnte zunächst vom Tatort fliehen. Israelische Polizei und Militär (IDF) leiteten sofort eine groß angelegte Suchaktion ein.
<strong>Vereitelter Rammangriff im Norden</strong>
Bei einem zweiten Vorfall im nördlichen Westjordanland nahe der ehemals geräumten Siedlung Ganim vereitelten israelische Soldaten einen mutmaßlichen Rammangriff. Laut Angaben der IDF versuchte ein Palästinenser, sein Fahrzeug gezielt in eine Gruppe von Einsatzkräften zu steuern. Soldaten eröffneten daraufhin das Feuer auf das Auto und töteten den Fahrer. Ein zweiter palästinensischer Insasse des Wagens konnte festgenommen werden. Militärberichten zufolge blieben die israelischen Soldaten bei dem Vorfall unverletzt.
<strong>Netanjahu ordnet Truppenverstärkung an</strong>
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu reagierte am selben Tag mit einer Erklärung auf die Gewalttaten. »Kein Terrorist ist immun, ebenso wenig wie diejenigen, die ihm geholfen haben«, betonte Netanjahu und versicherte, man werde die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen.
Als unmittelbare Maßnahme wies der Regierungschef die Sicherheitskräfte an, Verstärkung ins Westjordanland zu entsenden, gezielte Abriegelungen vorzunehmen und Festnahmen durchzuführen. Darüber hinaus ordnete er an, das Wohnhaus des getöteten Autofahrers umgehend zu zerstören.
Den Angehörigen des erschossenen 30-Jährigen sprach Netanjahu im Namen seiner Familie und aller Bürger Israels sein tiefstes Beileid aus. ja