Nahost

43-jähriger Israeli stirbt bei Raketenangriff der Hisbollah

In Nahariya sind Retter am Einschlagsort einer Rakete der von Teheran unterstützten Terrororganisation Hisbollah. Foto: copyright (c) Flash90 2026

Die Kämpfe zwischen Israel und der Terrororganisation Hisbollah haben sich weiter verschärft. Während im Norden Israels Raketen einschlugen und ein Zivilist getötet wurde, intensivierte die israelische Armee ihre Bodenoffensive im Süden des Libanon. Auch aus dem Iran kam es erneut zu Raketenangriffen. Israelische Medien berichteten.

In der nordisraelischen Küstenstadt Nahariya wurde ein 43-jähriger Mann bei einem direkten Raketentreffer getötet. Nach Angaben von Rettungskräften handelt es sich um Uri Peretz, einen Vater von vier Kindern. Er habe versucht, rechtzeitig einen Schutzraum zu erreichen, als die Sirenen heulten, schaffte es jedoch nicht mehr.

Sanitäter berichteten von schweren Verwüstungen am Einschlagsort. Ein weiterer Mann um die 50 Jahre wurde lebensgefährlich verletzt, insgesamt wurden 25 Menschen in Krankenhäuser gebracht. Neben körperlichen Verletzungen litten mehrere Betroffene unter Schock.

Mehr als 100 Raketen

Ein Anwohner schilderte die Situation laut »Times of Israel« so: »Die Explosion war die verrückteste, die ich je in meinem Leben gehört habe.« Eine andere Augenzeugin berichtete: »Überall lagen Glasscherben, Menschen weinten, Mütter kamen mit Decken und ihren Kindern aus den Häusern.«

Auch Fahrzeuge gerieten in Brand, zudem wurden mehrere Einschlagsorte gemeldet. Teile der Infrastruktur, darunter Gasleitungen, wurden beschädigt.

Die Hisbollah feuerte nach israelischen Militärangaben mehr als 100 Raketen auf Israel ab. Splitter abgefangener Geschosse trafen auch andere Orte im Norden.

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Im Zentrum des Landes wurden zudem Menschen durch Trümmerteile verletzt, die von abgefangenen iranischen Raketen stammten. In Tel Aviv erlitten mehrere Personen leichte Splitterverletzungen. Auch auf dem Gelände des Technion in Haifa schlugen Teile ein.

Zweimal wurden im Laufe des Tages Sirenen im Zentrum Israels ausgelöst, nachdem aus dem Iran ballistische Raketen abgefeuert worden waren. Diese konnten jedoch abgefangen werden, Verletzte gab es dabei nicht.

Parallel zu den Angriffen auf Israel setzte die Armee ihre Operationen im Süden des Libanon fort. Ein israelischer Soldat wurde bei einem Hisbollah-Angriff mit einer Panzerabwehrrakete getötet, vier weitere wurden verletzt. Nach ersten Erkenntnissen wurde ein Geschoss abgefangen, ein zweites traf jedoch den Panzer. Bereits zuvor war ein weiterer Soldat bei Gefechten ums Leben gekommen.

Beirut und Teheran

Die israelische Armee treibt unterdessen ihre Bodenoffensive voran und verlegt zusätzliche Truppen in den Südlibanon. Ziel ist nach Militärangaben eine erweiterte Sicherheitszone bis zum Litani-Fluss. Nach Militärangaben wurden seit Beginn der Kämpfe Hunderte Hisbollah-Kämpfer getötet und zahlreiche Stellungen zerstört.

Unterdessen kam es in Beirut zu Explosionen in einem Vorort, der als Hochburg der Hisbollah gilt. Berichten zufolge erfolgte der Angriff ohne vorherige Warnung.

Die israelische Armee meldete zudem neue Luftangriffe auf Ziele in Teheran. Gleichzeitig wurden erneut Raketenstarts aus dem Iran registriert. im

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