In Israel haben zwei ehemalige Hamas-Geiseln, Sasha Troufanov und Sapir Cohen, rund ein Jahr nach ihrer Verlobung geheiratet. Wie »Ynet« berichtet, entwickelte sich die Feier zu einem stark emotional geprägten Ereignis.
Das Paar war am 7. Oktober gemeinsam entführt worden, wurde jedoch getrennt voneinander aus der Gefangenschaft im Gazastreifen freigelassen. Die Hochzeit markierte nun einen symbolischen Neuanfang.
Unter den Gästen befanden sich auch Israels Präsident Isaac Herzog sowie der ehemalige Leiter der IDF-Geiselkoordination, Nitzan Alon. Während der Zeremonie sprach Troufanov unter der Chuppa: »Ich möchte euch danken, dass ihr heute hier seid und diesen Moment mit uns teilt«, sagte er. »Ihr wart die ganze Zeit an unserer Seite. Vielen Dank. Ich liebe euch.«
»Frei von Krieg und Gewalt«
Auch mehrere weitere ehemalige Geiseln nahmen an der Feier teil, darunter unter anderem Arbel Yehoud, Ariel Cunio, Shani Goren, Moran Stella Yanai und Rom Braslavski. Braslavski, der selbst gemeinsam mit Troufanov zeitweise in Gefangenschaft war, äußerte sich später besonders emotional zu dem Ereignis.
In einem Beitrag schrieb er, ihre gemeinsame Zeit in Gefangenschaft sei kurz gewesen, aber tief im Gedächtnis verankert geblieben. Braslavski bezeichnete Troufanov und Cohen als »keine Liebesvögel, sondern Kämpfer« und betonte seine Bewunderung für das Paar. Er wünschte ihnen zudem eine Zukunft mit Kindern, die frei von Krieg und Gewalt aufwachsen könnten.
Alexander »Sasha« Troufanov war während des Angriffs auf den Kibbuz Nir Oz gemeinsam mit seiner Partnerin und seiner Familie entführt worden. Sein Vater wurde bei dem Angriff getötet. Troufanov selbst wurde später nach 498 Tagen Gefangenschaft freigelassen und hatte bereits kurz nach seiner Rückkehr seine Verlobung mit Cohen bekannt gegeben.
Auch Präsident Herzog äußerte sich im Rahmen der Feier und erinnerte daran, dass er ursprünglich angekündigt hatte, erst wieder an einer Hochzeit teilzunehmen, wenn alle Geiseln zurückgekehrt seien. Dass er nun erschienen sei, unterstreiche die besondere Bedeutung dieses Moments für die israelische Gesellschaft. im