Jerusalem

Israel stellt Unterstützungs-Programm für Überlebende des Nova-Festivals bereit

Beim Nova-Festival ermordeten palästinensische Terroristen am 7. Oktober 2023 378 junge Menschen. Auch kam es zu Vergewaltigungen. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Die israelische Regierung hat ein umfassendes Hilfspaket für die Überlebenden des Massakers beim Nova-Musikfestival beschlossen. Wie israelische Medien berichten, soll das Programm mit einem Umfang von 60 Millionen Schekel (etwa 17.5 Millionen Euro) sicherstellen, dass Betroffene bis mindestens 2028 kontinuierlich betreut und rehabilitiert werden.

Ein zentraler Bestandteil des Plans ist die Einrichtung eines persönlichen Betreuungssystems für Überlebende. Dieses soll eine durchgehende Begleitung im Rehabilitationsprozess gewährleisten und vor allem die Zuständigkeit im Sozial- und Wohlfahrtsministerium bündeln, um die Unterstützung langfristig zu stabilisieren.

Darüber hinaus sieht das Konzept eine deutliche Ausweitung medizinischer und psychologischer Hilfsangebote vor. Auch Präventions- und Behandlungsprogramme im Bereich Sucht sollen ausgebaut werden. Ziel ist es laut Regierung, die bestehenden Gesundheitssysteme besser auf die Bedürfnisse der Betroffenen auszurichten und die Versorgungsstrukturen zu stärken.

Berufliche Wiedereingliederung

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Familien der Überlebenden. Sie sollen stärker in die Unterstützungsmaßnahmen einbezogen werden, da sie laut Regierungsangaben eine »zentrale Rolle« im Genesungsprozess spielen.

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Auch die berufliche Wiedereingliederung wird Teil des Programms. Vorgesehen sind laut offizieller Mitteilung spezielle Wege in den Arbeitsmarkt über das Arbeitsministerium, die Arbeitsvermittlung sowie die Nationale Versicherungsanstalt. Damit soll eine Rückkehr in den Alltag erleichtert werden.

Zusätzlich plant die Regierung die Einführung eines digitalen Koordinationssystems. Dieses soll verschiedene Behörden miteinander vernetzen, den Zugriff auf Leistungen erleichtern und eine aktuelle Lagebewertung ermöglichen, um Hilfe gezielter steuern zu können.

»Staatliche Antwort«

In einer Regierungsmitteilung heißt es, das Programm solle sicherstellen, »dass in den kommenden Jahren nach der Katastrophe die Überlebenden der südlichen Festivals weiterhin eine koordinierte, zugängliche und maßgeschneiderte staatliche Antwort erhalten«, als Teil der langfristigen Verantwortung des Staates für ihre Rehabilitation und Rückkehr in ein normales Leben.

Zur Umsetzung des Plans wird im Büro des Premierministers eine spezielle Koordinationsstelle eingerichtet. Diese soll den Fortschritt überwachen und dafür sorgen, dass das Programm laufend an die Bedürfnisse der Betroffenen angepasst wird.

Nach Angaben der Regierung gelten rund 3600 Menschen offiziell als Überlebende des Anschlags. Viele von ihnen leiden demnach bis heute unter körperlichen Verletzungen oder dauerhaften Beeinträchtigungen infolge des Massakers. Dabei wurden 378 zumeist junge Menschen ermordet und 44 als Geiseln verschleppt. Auch kam es zu vielen Vergewaltigungen. im

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