Spendensammlung

Nova-Massaker: Gedenkstätte bei Re’im bittet um Spenden für Fertigstellung

An der Nova-Gedenkstätte wird der 378 Menschen gedacht, die am 7. Oktober 2023 bei dem Festival von palästinensischen Terroristen ermordet wurden. Foto: Copyright (c) Flash 90 2026

Mehr als zwei Jahre nach dem Terrorangriff auf das Nova-Musikfestival in Südisrael wächst der Ort des Geschehens zunehmend zu einer zentralen nationalen Gedenkstätte. Nun soll der Erinnerungsort bei Re’im weiter ausgebaut werden. Dafür werben Angehörige und freiwillige Helfer um zusätzliche Spenden.

Täglich kommen nach Angaben der Organisatoren Tausende Menschen zu der provisorischen Anlage nahe der Gaza-Grenze. Zwischen Hunderten Fotos, Schildern und persönlichen Erinnerungsstücken versuchen Besucher, das Ausmaß der Gewalt vom 7. Oktober nachzuvollziehen und der 378 Menschen zu gedenken, die dort ermordet wurden. Weitere 44 Personen wurden damals in den Gazastreifen verschleppt.

Was ursprünglich als spontane Initiative von Hinterbliebenen und Unterstützern begann, hat sich inzwischen zu einem weitläufigen Erinnerungsareal entwickelt. Die Anlage gilt heute als einer der meistbesuchten Orte des Landes – ein stiller Treffpunkt für Familien, Soldaten, Schüler und internationale Gäste.

Lesen Sie auch

Eine zentrale Rolle beim Aufbau spielt laut »Ynet« Amir Chodorov, der inzwischen als eine Art Koordinator des Projekts gilt. Der ehemalige Kampfpilot der israelischen Luftwaffe, der nach seiner Militärkarriere in der Kunst tätig war, kam kurz nach dem Angriff in die Region und blieb dort. Über seine Motivation sagt er: »Ich bin da fast zufällig hineingeraten.« Schnell sei ihm klar geworden, dass die Opfer aus ganz unterschiedlichen Teilen der Gesellschaft stammten. »Wenn wir sie nicht zusammenbringen, könnten sie vergessen werden.«

Aus der zunächst improvisierten Erinnerungsstätte ist ein komplexes Projekt geworden, das inzwischen auch von Organisationen wie dem Jüdischen Nationalfonds unterstützt wird. Dennoch ist der Ausbau noch nicht abgeschlossen. Gemeinsam mit der Stiftung Emek Hefer wurde nun eine neue Spendenkampagne gestartet, um fehlende Elemente zu finanzieren.

Bis Freitagfrüh um 9:30 Uhr israelischer Zeit kamen gut 313.000 Schekel (95.000 Euro) zusammen. Die Initiatoren hoffen auf insgesamt 1,5 Millionen Schekel (460.000 Euro). Die englischsprachige Spendenseite ist hier erreichbar. im

Sicherheit

Unerlaubter Pilot an Bord: Maschine muss wieder umdrehen

Weil ein indonesischer Kapitän an Bord war, wurde einem Frachtflug von Ethiopian Airlines die Landung in Israel verweigert

von Sabine Brandes  13.10.2026

Krieg

Netanjahu fordert Ermittlungen gegen Soldaten im Film »NAZA«

Der Premier wirft den anonymen Beteiligten mögliche Straftaten im Zusammenhang mit der Weitergabe geheimer Informationen vor

von Sabine Brandes  13.10.2026

Interview

»Wenn wir weder denken noch irgendetwas tun müssen – was machen wir dann?«

Der israelische Mathematiker Assaf Hasson warnt vor oberflächlichen Antworten, undurchsichtigen Beweisen und einer Generation, die sich zu sehr auf Künstliche Intelligenz verlässt

von Sabine Brandes  13.10.2026

Oktoberfest

Wiesn am Mittelmeer

Die bayerische Festtradition wird in Israel neu interpretiert

von Sabine Brandes  13.10.2026

Glosse

Wir stehen zum Existenzrecht Pakistans!

Absurder als im rot-rot-grünen Berlin wird’s nicht mehr

von Philip Fabian  13.10.2026

Replik

Einspruch, euer Ehren!

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ging in diesem Jahr an Philippe Sands. Ausgerechnet ein Mann, dessen Autorität auf juristischer Präzision und universellen Maßstäben gründet, nimmt es mit dem Völkerrecht erstaunlich ungenau

von Leeor Engländer  13.10.2026

Medien

Israel verweigert »taz«-Korrespondentin Arbeitsvisum

Diaspora-Ministerium: »Antiisraelische Akteure und diejenigen, die Israel verleumden, sollten keinen Fuß in das Land setzen«

 13.10.2026

Israel

Ein Toter und 24 Verletzte bei Explosion von Blindgänger

Ein mutmaßlicher Blindgänger explodiert in Nordisrael. Es gibt ein Todesopfer und zahlreiche Verletzte. Berichten zufolge waren Schüler und ein Lehrer in der Gegend gewandert

 12.10.2026

Katharina von Schnurbein

»Ich habe das Gefühl, den richtigen Weg gegangen zu sein«

Die EU-Antisemitismusbeauftragte Katharina von Schnurbein wechselt von Brüssel nach Berlin. Sie folgt dort Felix Klein nach. Ein Porträt

von Michael Thaidigsmann  12.10.2026